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Nachrichten


Zweibrücken/Berlin. Im Skandal um Rechtsextremismus, Drogenmissbrauch und sexuelle Übergriffe beim Fallschirmjägerregiment 26 im rheinland-pfälzischen Zweibrücken hat die Bundeswehr nun neue Zahlen genannt. „Wir nehmen die Vorwürfe gegen Angehörige des in der Niederauerbach-Kaserne stationierten Regiments weiterhin sehr ernst“, teilte ein Sprecher des Deutschen Heeres auf Anfrage des ARD-Hauptstadtstudios mit. Nach aktuellem Stand gehe man von vermutlich bis zu 59 Beschuldigten aus.

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Zweibrücken/Berlin. Die Bundeswehr ist (wieder einmal) durch das skandalöse Verhalten einer kleinen Minderheit in die Negativschlagzeilen geraten. Was ist geschehen? Mehrere weibliche Militärangehörige des unter anderem im rheinland-pfälzischen Zweibrücken stationierten Fallschirmjägerregiments 26 der Luftlandebrigade 1 des Heeres hatten sich im Juni 2025 beim Amt des Wehrbeauftragten des Bundestages gemeldet und schwere Missstände angeprangert. Sie hatten dabei – so beschreibt es beispielsweise die Wochenzeitung taz – „Nazitümelei, Antisemitismus, Gewaltrituale, Drogenmissbrauch und sexuelle Übergriffe“ beklagt. Ermittelt wurde daraufhin gegen 55 Soldaten des teilweise in der Niederauerbach-Kaserne stationierten Elite-Regiments. Umfangreiche Untersuchungen wurden unmittelbar danach durch das Kommando Heer und die nachgeordnete Division Schnelle Kräfte eingeleitet.

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Berlin/Weiden. Mit einem feierlichen Appell im oberpfälzischen Weiden wurde am 5. Oktober 2023 das Panzerartilleriebataillon 375 in Dienst gestellt. Durch die Neuaufstellung des Bataillons erhielt die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ mit der Panzerhaubitze 2000 ihre eigene Artilleriefähigkeit. Mit Oberstleutnant Hekja Marlen Werner erhielt das Deutsche Heer zudem seine erste Bataillonskommandeurin. Werner und ihr Verband verlegten Mitte Juli dieses Jahres nach einer intensiven Ausbildungsphase dann zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr, wo das allererste Artillerieschießen der „375er“ stattfand. Bei der Premiere dabei: Generalmajor Ruprecht von Butler (Kommandeur der 10. Panzerdivision) und Oberst David Markus (Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37).

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Strausberg/Düsseldorf/Lüneburg. Der Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, hat sich für die Neuaufstellung einer Heeresflugabwehrtruppe entschieden. „Die Fähigkeiten einer zukünftigen Heeresflugabwehr sind für das Überleben auf dem Gefechtsfeld essenziell“, argumentierte Mais. Mit der Aufstellung erhält die Teilstreitkraft nicht nur eine ehemalige Truppengattung zurück, sondern auch die Fähigkeit zum Nah- und Nächstbereichsschutz im bodennahen Luftraum. Dies sei – so der Heeresinspekteur – „ein weiterer wichtiger Beitrag zur Herstellung der Kriegstüchtigkeit der Landstreitkräfte“. Heimatstandort der neuen Truppengattung soll der niedersächsische Standort Lüneburg werden.

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Koblenz/Berlin/Düsseldorf/Canberra, Redbank (Australien). Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz hat den Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall beziehungsweise dessen Standorte in Australien mit der Lieferung des „Schweren Waffenträgers Infanterie“ für das Deutsche Heer beauftragt. Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages die Vorlage am vergangenen Mittwoch (20. März) gebilligt hatte, wurde einen Tag später, am Donnerstag (21. März), der Vertrag mit Vertretern von Rheinmetall Defence Australia in einer digitalen „signing ceremony“ unterzeichnet. Die deutschen Streitkräfte werden laut Government-to-Government-Vertrag bis zu 123 Radpanzer beschaffen. Der Auftragswert liegt Rheinmetall zufolge bei rund 2,7 Milliarden Euro, wobei auch Serviceleistungen einbezogen sind. Ein erstes Referenzfahrzeug soll noch in diesem Halbjahr zu Nachweiszwecken zur Verfügung stehen. Die ersten 19 Serienfahrzeuge werden ab 2025 erwartet, bis 2030 sollen die restlichen 103 Fahrzeuge zulaufen.

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