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Nachrichten


Mossul (Irak)/Venedig. Eine halbe Million Kinder lebte während der dreijährigen Besatzung durch die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in der zweitgrößten irakischen Stadt Mossul. In den von der Dschihadistenmiliz kontrollierten Schulen und Camps wurden viele Kinder und Jugendliche zu Kämpfern und Märtyrern – sprich Selbstmordattentäter – ausgebildet. Man nennt sie den „Lions Club des Kalifats“, viele von ihnen haben für den IS getötet. Seit der Befreiung von Mossul leben Täter und Opfer nebeneinander, vereint im Leid, getrennt im Hass. Bei den 75. Internationalen Filmfestspielen in Venedig, die am gestrigen Samstag zu Ende gingen, erregte ein Dokumentarfilm große Aufmerksamkeit: „The Lost Souls of Mosul“. Die Koproduktion der italienischen Journalistin Francesca Mannocchi und des italienischen Fotografen Alessio Romenzi über das Erbe des IS im Irak stellt der MDR in der aktuellen Kultursendung „ttt – titel, thesen, temperamente“ vor.

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Berlin/Treuenbrietzen/Holzdorf. Dieser Sommer wird uns noch lange in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen der Rekordtemperaturen, sondern auch wegen der zahlreichen Waldbrände mit zum Teil dramatischen Ausmaßen. Die Bundeswehr hat die Feuerwehren in ihrem Kampf gegen die Flammen in den letzten Wochen rund um die Uhr unterstützt. Wie ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde seit Juli bei sechs großen Bränden auf Anforderung Hilfe geleistet. Im Einsatz waren Hubschrauber, Pionierpanzer und Löschfahrzeuge. In einzelnen Bundesländern mit hoher Waldbrandgefahr waren zuvor die Landeskommandos der Bundeswehr in erhöhte Bereitschaft versetzt worden. Auf eine entsprechende Anfrage der Bundestagsabgeordneten Irene Mihalic (Bündnis 90/Die Grünen) teilte jetzt der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung Thomas Silberhorn mit, dass Bundeswehrhubschrauber „bis zum 15. August insgesamt sieben Mal – sechsmal CH-53, einmal UH-1D – bei der Brandbekämpfung aus der Luft“ eingesetzt worden seien und die Besatzungen „bei 176 geflogenen Löscheinsätzen eine Löschwassermenge von etwa 800.000 Litern“ abgelassen hätten.

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Stuttgart/Lviv (Ukraine)/Stavanger (Norwegen)/Neapel (Italien). In zahlreichen Bundeswehrstandorten laufen derzeit die Vorbereitungen für die Teilnahme an einem der größten NATO-Manöver seit dem Jahr 2002. Rund 9000 Soldaten der Bundeswehr werden an der Großübung „Trident Juncture 18“, die im Kernzeitraum 25. Oktober bis 7. November in Norwegen und in der Ostsee stattfindet, teilnehmen. Insgesamt erwartet die NATO zu „Trident Juncture“ mehr als 40.000 Soldaten aus 30 Partnerstaaten, etwa 130 Flugzeuge, 70 Schiffe sowie rund 10.000 Fahrzeuge. Wesentlich bescheidener geht es bei der multinationalen Übung „Rapid Trident 18“ zu, die momentan in der Ukraine läuft. An dem US-geführten Manöver nehmen insgesamt 14 Nationen mit rund 2300 Soldaten teil. Auch die Bundeswehr stellt Personal, allerdings nur eine Handvoll Experten für die Leitung und Auswertung von „Rapid Trident“.

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Ulm. Vor wenigen Tagen hat die Bundeswehr in Ulm bei Iveco Defence Vehicles ihren 100. taktischen Militärlaster Trakker GTF 8×8 in Empfang genommen. An der feierlichen Übergabe des Jubiläumsfahrzeugs nahmen Vertreter aus dem Ministerium und aus dem Bereich der Streitkräfte, Mitarbeiter des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) sowie Partner aus der Industrie teil. Insgesamt sind im Jahr 2015 im Rahmen des Beschaffungsprogramms „Geschützte Transportfahrzeuge“ (GTF) vom BAAINBw 133 Iveco-Militärlaster 8×8-Trakker bestellt worden. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgte beziehungsweise erfolgt im Zeitraum November 2016 bis November 2019.

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Aachen/Kiel. Vor genau zehn Jahren, in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2008, stürzte die damals 18-jährige Kadettin Jenny Böken von Bord des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ ins Meer. Elf Tage später wurde ihre Leiche nordwestlich vor Helgoland gefunden. Staatsanwaltschaft und Marine sprechen bis heute von einem „tragischen Unglück“, die Eltern aus dem nordrhein-westfälischen Geilenkirchen zweifeln allerdings daran. Jetzt fordert die Familie die Wiederaufnahme der Ermittlungen. Denn es hat sich ein Zeuge gemeldet, der in einer eidesstattlichen Erklärung versichert, die Sanitätsoffiziersanwärterin Böken sei an Bord der „Gorch Fock“ getötet worden.

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