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Nachrichten


Brüssel/Düsseldorf. Der Europäische Verteidigungsfonds (European Defence Fund, EDF) soll – so die offizielle Erklärung – „die innovative, industrielle und wissenschaftliche Basis der europäischen Verteidigungsindustrie stärken und damit einen Beitrag zur strategischen Autonomie der Europäischen Union leisten“. Im Zeitraum 2021 bis 2027 unterstützte der Fonds mit insgesamt 7,9 Milliarden Euro zahlreiche Kooperationsprojekte, die sich mit aktuellen Verteidigungsfragen und neuen Sicherheitsbedrohungen befassen und technologische Lücken schließen wollen. Im Rahmen der EDF-Kampagne 2022 wurden von den durch die Verteidigungsbranche eingereichten 134 Vorschlägen insgesamt 41 Forschungs- und Entwicklungsprojekte für den Bereich „Verteidigung“ ausgewählt. Für die 41 Projekte wird die EU rund 832 Millionen Euro bereitstellen. Das Industrieförderprogramm fällt in die Zuständigkeit der Europäischen Kommission.

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Koblenz/Oppenau. Der 5. Oktober war ein besonderer Termin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens Doll Fahrzeugbau GmbH. An diesem Donnerstag fand auf dem Firmengelände im baden-württembergischen Oppenau die Übergabe des 31. Sattelaufliegers an die Bundeswehr statt, dem letzten 8-Achs-Auflieger aus dem 1. Los der Anfang Juni 2022 beauftragten möglichen Gesamtlieferung. Der vor mehr als einem Jahr unterzeichnete Rahmenvertrag mit dem Koblenzer Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) sieht vor, neben der Festbeauftragung der Los-1-Lieferung von 31 Sattelanhängern (einschließlich Zubehör und Dokumentation) im Laufe der nächsten sieben Jahre bei Bedarf weitere 218 Exemplare ordern zu können. Demnach umfasst der Rahmenvertrag „bis zu 249 Einheiten Sattelanhänger schwere Lasten“ – offizielle Bezeichnung „SaAnh 70t mil“.

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Vandenberg Space Force Base (Kalifornien, USA)/Koblenz/Immenstaad/Bremen. Das nationale satellitengestützte Radar-Aufklärungssystem SARah hat in dieser Woche den operationellen Teilbetrieb aufgenommen und sendet erste Aufklärungsdaten aus dem All. Der erste von insgesamt drei Satelliten des SARah-Systems konnte nach erfolgreicher Abnahme neben den dazugehörigen Bodensystemanteilen in das Eigentum des Bundes überführt werden. Die Satelliten des SARah-Systems sollen das aktuelle Aufklärungssystem SAR-Lupe, welches seit 2007 seinen Dienst erfolgreich verrichtet, ersetzen (SAR = Synthetic Aperture Radar). Das neue System besteht aus einem Phased-Array-Satelliten, zwei Reflektor-Satelliten und zwei Bodenstationen. Das Teilsystem „Phased Array“, das jetzt im All ist, ist von Airbus Defence and Space in Immenstaad als Hauptunterauftragnehmer realisiert worden.

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Koblenz/Düsseldorf. Der Rüstungskonzern Rheinmetall kann den zweiten Abruf aus einem Rahmenvertrag über die Lieferung von 155-mm-Artilleriemunition mit der Bundeswehr verbuchen. Das Unternehmen wurde jetzt damit beauftragt, insgesamt mehrere Zehntausend Geschosse des Typs „L15“ für die ukrainischen Streitkräfte sowie konventionelle 155-mm-„Assegai“-Geschosse für die deutschen Streitkräfte zu liefern. Der Auftragswert beläuft sich nach Rheinmetall-Angaben „auf einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag“. Die Auslieferung soll im Laufe des Jahres 2024 erfolgen.

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Linköping (Schweden)/München. Der schwedische Rüstungskonzern Saab und das Anfang 2021 gegründete Münchener Start-up Helsing haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Das Verteidigungsunternehmen Helsing ist spezialisiert auf KI-basierte Softwaretechnologie. Die Partnerschaft gründet sich auf einer Kooperationsvereinbarung, die Helsings hochentwickelte KI-Fähigkeiten mit der breiten Produktpalette der Schweden kombinieren soll. Hinzu kommt eine Investition durch Saab in Höhe von 75 Millionen Euro für eine Fünf-Prozent-Beteilung an der Helsing GmbH.

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