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Nachrichten


Berlin. Die Entsendung von Bundeswehrangehörigen in Krisen- und Konfliktgebiete hat immer einen Preis: finanziell, politisch und vor allem menschlich. Allein während des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr sind 125 deutsche Soldatinnen und Soldaten im Rahmen von Kampfhandlungen verwundet worden. 180 hatten sich beim Sport oder bei Verkehrs-, Dienst- und Arbeitsunfällen verletzt. Zudem sind tausende Einsatzveteranen während ihrer Zeit am Hindukusch traumatisiert worden (so eine Antwort der damaligen Bundesregierung vom März 2018). Vor dem Hintergrund dieser Zahlen und veteranenpolitischen Diskussionen um gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung nimmt die Debatte um die Einführung eines Verwundetenabzeichens für deutsche Kräfte aktuell wieder Fahrt auf.

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Berlin. Nur wenige Länder in Europa haben ein Veteranenkonzept, Deutschland gehört – auch nach einigen vollmundigen Absichtserklärungen und medienwirksamen Ankündigungen – noch immer nicht dazu. Im Gegenteil! Wie festgefahren dieses Thema bei uns ist, ließe sich direkt im Bundesministerium der Verteidigung einsehen. Dort lagern „in abschließbaren Schränken“ – möglicherweise bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag – rund 10.000 Veteranenabzeichen. Beschafft vom damaligen Verteidigungsminister Thomas de Maizière, bisher jedoch noch nie verliehen. „Eine Ausgabe erfolgt grundsätzlich nicht, intern lediglich als Ansichtsexemplar“, erklärt dazu die Bundesregierung. Ansichtsexemplar für was? Wohl doch nur für eine verfahrene gesellschaftspolitische Debatte, wie mit den Tausenden von Veteranen in Deutschland umzugehen ist.

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