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Nachrichten


Berlin. Es ist ein geheimnisvoller Name: Rhysida. Rhysida bezeichnet eine biologische Gattung von giftigen Hundertfüßern (umgangssprachlich oft auch als Tausendfüßler bezeichnet), die hauptsächlich in den Tropen und Subtropen vorkommt. Ein Biss der extrem flinken Tiere ist für den Menschen schmerzhaft und toxisch, verläuft in der Regel jedoch nicht tödlich. Nun ist der Name einer breiten Öffentlichkeit in einem ganz anderen Zusammenhang bekannt geworden. Eine kriminelle Gruppe mit dem Namen „Rhysida“ hat im August die Berliner Senatsverwaltung angegriffen und große Datenmengen abgeschöpft. Die dabei verwendete Schadsoftware – eine zur Erpressung genutzte Software (Ransomware) – ist den Sicherheitsbehörden bekannt und seit Mitte 2021 aktiv. Auch diese Ransomware trägt den Namen „Rhysida“. Die Cyber-Attacke hat auch gravierende Konsequenzen für die Bundeswehr und damit für die Landes- und Bündnisverteidigung.

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Strasbourg (Frankreich). Es ist eine beängstigende Größenordnung: Nach aktuellen Schätzungen von Sicherheitsexperten haben sich inzwischen mehr als 5000 Bürger der Europäischen Union (EU) Terrororganisationen und paramilitärischen Verbänden angeschlossen. Die radikalisierten Männer und Frauen dienen heute vor allem im Nahen Osten und in Nordafrika, viele der Europäer in den Reihen der Dschihadistengruppierungen „Islamischer Staat“ oder al-Nusra-Front. Das Europäische Parlament hat am Mittwoch vergangener Woche (25. November) als Konsequenz aus der Pariser Terrorserie vom 13. November eine Resolution verabschiedet, die eine gemeinsame EU-Strategie zur Bekämpfung von Radikalisierung und Terrorismus fordert. Die Empfehlungen dieser Resolution sollen insbesondere auch in Gefängnisanstalten umgesetzt werden.

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Washington (USA)/Lyon (Frankreich)/Berlin. Die aktuellen Warnungen von Geheimdiensten und Interpol vor einer verschärften Bedrohungslage vor allem im Nahen Osten und in Nordafrika spiegeln eine besorgniserregende Entwicklung wider. Ob in Afghanistan, Pakistan, Irak oder Jemen: al-Qaida und andere radikalislamistische Gruppierungen haben an Schlagkraft gewonnen. Die Ausschaltung Osama bin Ladens in der pakistanischen Garnisonsstadt Abbottabad in der Nacht zum 2. Mai 2011 war für diese Terrorszene sicherlich ein Rückschlag, aber nicht das Ende. Durch spektakuläre Angriffe auf Gefängnisse in mehreren Krisenländern konnten die militanten Islamisten gerade erst Hunderte Terrorkämpfer befreien. Am 4. August nun schlossen die USA vorübergehend 22 ihrer diplomatischen Vertretungen in islamischen Ländern.

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