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Berlin/Koblenz/Kiel/Taufkirchen. Die Fregatten vom Typ F126 sollten einmal „die größten Kampfschiffe der Deutschen Marine“ werden. Die Kiellegung der ersten von insgesamt vier beauftragten Einheiten fand vor gut zwei Jahren, am 3. Juni 2024, auf der zur Naval Vessels Lürssen Group (NVL Group) gehörenden Peene-Werft im mecklenburg-vorpommerschen Wolgast statt. Danach verzögerte sich das Beschaffungsprojekt um mehrere Jahre, die Kosten explodierten förmlich. Nun hat Verteidigungsminister Boris Pistorius das endgültige Aus für die F126 beschlossen – und höchstpersönlich den Anker geworfen!

Bereits Mitte März dieses Jahres hatte das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) mitgeteilt, dass man wegen der Verzögerung bei der Lieferung der F126 nun doch lieber vier Fregatten des Typs MEKO A-200 kaufen wolle. Die Schiffe sollten als Übergangslösung dienen – grundsätzlich wolle man aber am F126-Projekt festhalten, hieß es. Jetzt kam es doch anders, wir zitieren gleich aus der Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums …

Zunächst noch ein kurzer Rückblick auf die geplante MEKO-Brückenlösung. Der Schiffsbauer und Lieferant TKMS (vormalige Firmenbezeichnung ThyssenKrupp Marine Systems) hatte dazu am 19. März in einem Pressetext gemeldet: „Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat die Verlängerung des Vorvertrags für das Projekt ,MEKO® A-200 DEU‘ gebilligt. Dies stellt einen wichtigen Schritt zur Beschaffung von vier TKMS-Fregatten zur Stärkung der Ubootjagd-Fähigkeit der Deutschen Marine dar.“

Vorvertrag mit dem Koblenzer Beschaffungsamt bereits im Januar geschlossen

In der Presseaussendung von TKMS hieß es weiter: „Die Verlängerung des Vorvertrags ermöglicht es [unserem Unternehmen nun], Fertigungskapazitäten bei Unterauftragnehmern und Lieferanten zu reservieren und darüber hinaus Material, Anlagen und Geräte zu bestellen, während die Vorbereitungen für einen endverhandelten Bauvertrag laufen. Die notwendigen Zwischenschritte, die formelle Vertragsgestaltung und die Vorbereitung der parlamentarischen Befassung sollen jetzt zeitnah umgesetzt werden.“

Über den mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) schon Ende Januar 2026 unterzeichneten Vorvertrag für das deutsche MEKO-Projekt sagte TKMS: „Der Vorvertrag dient dazu, die Ablieferung des ersten Schiffes bis Ende 2029 zu ermöglichen und zentrale vorbereitende Maßnahmen einzuleiten.“

Verweis auf den verantwortungsvollen Umgang mit Haushaltsmitteln

Am heutigen Mittwoch (24. Juni) erläuterte das BMVg in einer Pressemitteilung die Gründe für die Beendigung des Rüstungsprojekts „Fregatte F126“ (wir dokumentieren den Text hier komplett; unterzeichnet ist das Ganze mit „Redaktion der Bundeswehr“). Wir erfahren:

„Die sechs geplanten Fregatten des Typs F126 für die Deutsche Marine werden nicht beschafft. Diese Entscheidung hat das Verteidigungsministerium aufgrund von erheblichen zeitlichen Verzögerungen, enormen Kostensteigerungen sowie nicht zu kalkulierenden Risiken getroffen. Ein Ersatz für die wichtige Aufgabe der Ubootjagd ist bereits in Aussicht.

Die Fähigkeit zur Ubootjagd hat für die Landes- und Bündnisverteidigung höchste Relevanz. Um die Deutsche Marine hierfür zu ertüchtigen, sollten sechs Fregatten der Klasse F126 beschafft werden. Das Unternehmen Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS), das zunächst als Generalunternehmer beauftragt wurde, konnte die vereinbarten zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen jedoch nicht einhalten. Die Prüfung des Verteidigungsministeriums, ob ein Wechsel des Generalunternehmers auf die Naval Vessels Lürssen B.V. & Co. KG (NVL) das Projekt retten könnte, wurde negativ beschieden.

Als Ersatz für die sechs F126 soll die Marine gemäß den Plänen des Verteidigungsministeriums nun insgesamt acht MEKO-Fregatten des Typs A-200 DEU bekommen. Mit diesen Schiffen könnte die Marine ihren Kernauftrag zur Ubootjagd erfüllen und den NATO-Verpflichtungen nachkommen, so die Einschätzung des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack. Das Ministerium will dem Haushaltsausschuss des Bundestags daher schnellstmöglich die Entscheidungsgrundlage für den Kauf der MEKO-A-200-DEU-Fregatten vorlegen.

Der Beschaffungspreis für die ersten vier Fregatten MEKO A-200 DEU würde vorbehaltlich der Billigung des Haushaltsausschusses rund 6,3 Milliarden Euro betragen. Die Option über vier weitere Schiffe könnte bis Ende 2026 für rund 5,3 Milliarden Euro ausgelöst werden. Das Kürzel MEKO steht für ,Mehrzweck-Kombination‘. Mit dem praxiserprobten modularen Konzept lassen sich Patrouillenschiffe, Korvetten, Fregatten und kleine Zerstörer individuell konfigurieren. Schiffe der MEKO-Familie sind bei vielen Marinen weltweit im Einsatz.

Dem standen Kosten in einer Größenordnung von 18 Milliarden Euro gegenüber, die der Kauf von sechs Fregatten F126 voraussichtlich verursacht hätte. Das hat die Prüfung der Projektsituation durch das Verteidigungsministerium ergeben. Außerdem hätte der Bund bei einem Generalunternehmerwechsel vertraglich auf mögliche Schadenersatzansprüche gegenüber dem bisherigen Auftragnehmer DSNS verzichten müssen. Dies widerspreche dem Verständnis vom verantwortungsvollen Umgang mit Haushaltsmitteln, so das Verteidigungsministerium.“

Mega-Auftrag aus Deutschland, der jetzt „komplett verdampft“

Die Medien in den Niederlanden haben mit großem Erstaunen die Berliner Entscheidung zur sofortigen Beendigung des Rüstungsprojektes „F126“ registriert. Die auflagenstärkste niederländische Tageszeitung De Financiële Telegraaf (DFT) schrieb: „Deutschland zieht den Stecker aus Fregatte F126, die einst von der niederländischen Damen gebaut werden sollte.“ Die überregionale Abendzeitung NRC Handelsblad (NCR) kommentierte: „Deutsche Regierung storniert Fregattenauftrag – potenzielle Milliardenpleite für Schiffbauer Damen.“ Und der Fernsehsender RTL Z, ein Kanal für Wirtschafts- und Finanznachrichten, stimmte ein: „Schiffswerft Damen sieht deutschen Mega-Auftrag nun komplett verdampfen.“

Schadenersatzansprüche prüfen und schließlich geltend machen

Für deutsche Verteidigungspolitiker ist die Entscheidung des Wehrressorts beziehungsweise die von Minister Pistorius absolut nachvollziehbar. Schon vor geraumer Zeit hatte sich abgezeichnet, dass der zunächst beauftragten Werft Damen Naval aus den Niederlanden die Kraft zur Umsetzung des riesigen Rüstungsauftrags ausgehen würde (wir hatten von Anfang an das Projekt „Fregatten 126“ begleitet – beispielsweise hier oder hier).

So sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Thomas Röwekamp der Rheinischen Post unter anderem: „Ich halte die Entscheidung für richtig. Unsere Marine kann sich angesichts der sicherheitspolitischen Lage keine jahrelange Hängepartie bei einem zentralen Rüstungsprojekt leisten.“ Die Verantwortung für das Ende des Projekts liege eindeutig auf der Seite der Auftragnehmerin DSNS, die sowohl die erheblichen Verzögerungen als auch die Kostensteigerungen zu vertreten habe. Insoweit erwarte er, dass Schadenersatzansprüche geprüft und geltend gemacht würden, so Röwekamp.

Der für Verteidigung zuständige SPD-Haushaltspolitiker Andreas Schwarz begrüßte das Aus für das Fregatten-Projekt ebenfalls. Er erklärte gegenüber der Rheinischen Post: „Die Entscheidung des Ministers ist nachvollziehbar, folgerichtig und eine klare Antwort an die Preisinflation im Rüstungsbereich.“ Die Kostenentwicklung und die Zeitverschiebungen seien für die Truppe und auch für den Steuerzahler nicht akzeptabel. Auch müsse alles dafür getan werden, dass 2029 die NATO-Vorgaben zur See erfüllt würden, forderte der Sozialdemokrat.

Robin Wagener (Bündnis 90/Die Grünen), unter anderem Mitglied seiner Fraktion im Auswärtigen und im Verteidigungsausschuss des Bundestages, äußerte sich gegenüber dem Münchner Merkur wie folgt: „Endlich zieht Minister Pistorius die Reißleine. Diese Entscheidung ist längst überfällig. Die F126 war und ist ein Milliardenfass ohne Boden, das den Steuerzahler verdammt teuer zu stehen kommt. Die massive Verzögerung des Projekts war seit langem ein enormes Sicherheitsrisiko für unsere Meere. Pistorius und sein Ministerium tragen die Verantwortung für dieses Desaster.“ Es sei dem Drängen der Deutschen Marine zu verdanken, „dass wir mit der MEKO nun bereits eine gute Alternative auf den Weg gebracht haben“, lobte Wagener.

Für die SPD-Bundestagsfraktionsvize und Verteidigungsexpertin Siemtje Möller ist es folgerichtig, jetzt auf die MEKO-Fregatten zu setzen. Sie erfüllten erwiesenermaßen die Anforderungen der Deutschen Marine und könnten 2029 fertig sein, so die frühere Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung gegenüber dem NDR.

Bastian Ernst, Verteidigungspolitiker der CDU, sagte dem NDR, er hoffe, dass trotz des Projekt-Abbruchs die betroffenen Werften und Zulieferer von TKMS jetzt in den MEKO-Auftrag mit eingebunden würden. Ernst plädiert außerdem dafür, mit Blick auf zukünftige Projekte für unsere Marine eine sinnvolle Strategie zu entwickeln, um die deutschen Werften langfristig auszulasten.

Mehrere deutsche Werften vom Stopp der F126-Beschaffung betroffen

Für ihren am heutigen Mittwoch im Online-Angebot des NDR erschienenen Beitrag „Pistorius beendet Fregatten-Projekt – mit Folgen für Werften“ hat Katharina Seiler einige interessante Informationen zusammengetragen. Die Hauptstadtkorrespondentin des Senders schreibt unter anderem: „Vom Stopp des Auftrags für den Bau der Fregatten F126 sind mehrere deutsche Werften betroffen. Neben der Jadewerft im niedersächsischen Wilhelmshaven gehören dazu Blohm + Voss in Hamburg und die Peene-Werft in Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern. Hauptauftragnehmer für die F126 war die niederländische Damen Schelde Naval Shipbuilding/DSNS. Allerdings hatte Naval Vessels Lürssen (NVL) sich bemüht, den Auftrag zu übernehmen. Trotzdem überwogen am Ende die Zweifel, ob die bestellten F126 rechtzeitig und in einem absehbaren Kostenrahmen fertiggestellt werden könnten.“

Deshalb habe auch das Bundesverteidigungsministerium unter Pistorius – wie bereits beschrieben – nun knallhart entschieden, den Auftrag nicht weiterzuverfolgen und stattdessen insgesamt acht Fregatten vom Typo MEKO bei der Kieler TKMS-Werft zu bestellen. Die MEKO-Fregatten sollen außer in Kiel vor allem bei der Rönner-Gruppe in Bremerhaven gebaut werden.

Redaktioneller NACHBRENNER I

Mit der alarmierenden Frage „Gerät Deutschlands Aufrüstung außer Kontrolle?“ hat sich gut eine Woche nach der ministeriellen Entscheidung zur Beendigung des F126-Vorhabens der Wirtschaftsexperte Oliver Stock zu Wort gemeldet. Der Chefredakteur des WirtschaftsKuriers und Herausgeber von Markt und Mittelstand (beide Publikationen erscheinen in der Weimer Media Group GmbH) bilanziert in seinem am heutigen Montag (29. Juni) veröffentlichen Kommentar in Markt und Mittelstand: „Mit dem Abbruch des Marine-Projekts ,F126‘ ist jetzt eines der teuersten Beschaffungsdebakel der Bundeswehr zu Ende gegangen. Nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius wurden bereits rund 2,3 Milliarden Euro ausgegeben. Wäre das Projekt fortgesetzt worden, hätten die Kosten statt auf zehn auf mehr als 18 Milliarden Euro steigen können. Stattdessen soll nun ein kleinerer Fregattentyp beschafft werden.“ Der Fall sei mehr als ein gescheitertes Rüstungsprojekt. Er falle in eine Zeit, in der Deutschland so viel Geld für Verteidigung bereitstelle wie nie zuvor. Allerdings laute inzwischen die entscheidende Frage nicht mehr, ob Deutschland aufrüstet, sondern wie.

Stock gibt in diesem Zusammenhang zu bedenken: „Verteidigungsminister Pistorius hat die Beschaffung massiv beschleunigt. Das war notwendig. Die Bundeswehr konnte sich jahrelange Verfahren nicht länger leisten. Doch die Geschwindigkeit hat ihren Preis. Im Dezember 2025 beispielsweise genehmigte der Haushaltsausschuss innerhalb weniger Stunden Rüstungsvorhaben im Umfang von rund 50 Milliarden Euro. Das war mehr, als sonst in einem ganzen Jahr über den Tisch der Haushälter ging. Diese stöhnten: Verträge dieser Größenordnung ließen sich im Detail nicht mehr prüfen.“

Hinzu komme, dass sich moderne Kriegsführung schneller verändere, als klassische Beschaffungsverfahren bis zur Umsetzung benötigten. Belastend für die Entscheider seien auch teure Doppelstrukturen – in Europa ständig zu beobachten. Nationales Denken bringe zudem oftmals Projekte aus dem Tritt, die eigentlich Kosten sparen und Beschaffungsvorhaben gelingen lassen sollen (Stichwort „Kampfflugzeugsystem der 6. Generation FCAS“).

Mit Blick auf die Schnittmenge von Sicherheits- und Rüstungspolitik rät der studierte Volkswirt und Historiker: „Wer die Bundeswehr modernisieren will, braucht leistungsfähige Hersteller. Umso wichtiger wird jedoch die Frage, wie groß die Abhängigkeit des Staates von einzelnen Anbietern werden darf [hier denkt Stock vor allem an den Rheinmetall-Konzern]. Rüstung ist kein normaler Markt. Wettbewerb ist begrenzt, Preise entstehen häufig unter Geheimschutz, Wartung und Ersatzteile binden den Staat oft über Jahrzehnte an denselben Hersteller. Ausgegeben wird das Geld der Steuerzahler.“

Der Fall „F126“ zeige deshalb mehr als nur das Scheitern eines einzelnen Projekts, so Stock abschließend. Er mache sichtbar, vor welcher Herausforderung Deutschland in den kommenden Jahren stehe. Der Wirtschaftsjournalist warnt: „Hunderte Milliarden Euro sollen in die Verteidigung fließen. Gleichzeitig stammen viele Kontrollmechanismen aus einer Zeit, in der die Bundeswehr nur einen Bruchteil dieser Summen investierte. Deutschland erlebt den größten staatlichen Investitionsschub seit der Wiedervereinigung. Ob daraus mehr Sicherheit entsteht oder nur höhere Rechnungen, entscheidet sich nicht im Verteidigungshaushalt. Sondern an der Frage, ob der Staat seine Milliarden besser kontrollieren kann als bisher.“

Redaktioneller NACHBRENNER II

Das Unternehmen Hensoldt, führender deutscher Hersteller von Verteidigungs- und Sicherheitselektronik, sollte für die Fregatten F126 der Deutschen Marine das Überwachungsradar TRS-4D liefern (siehe dazu unseren bereits zuvor erwähnten Link). Das System basiert auf einer etablierten Produktfamilie und ist kein ausschließlich für F126 entwickeltes Einzelprodukt. Radare der TRS-4D-Familie sind bereits auf Schiffen unserer Marine im Einsatz, unter anderem auf der Fregatte F125 sowie der Korvette K130.

Derzeit prüft Hensoldt die konkreten Auswirkungen der Projekt-Beendigung auf den Lieferumfang und die vertragliche Abwicklung. Bis zur abschließenden Klärung der vertraglichen nächsten Schritte will Hensoldt das weitere Vorgehen eng mit seinem Vertragspartner Thales Netherlands abstimmen.

In einer am Dienstag, den 30. Juni 2026, versandten Presseerklärung schreibt der börsennotierte Rüstungskonzern: „Der Gesamtauftragswert für Hensoldt im F126-Programm liegt bei gut 200 Millionen Euro. Davon wurde bereits mehr als ein Drittel als Umsatz realisiert. Für das laufende Geschäftsjahr sind noch Umsätze im niedrigen zweistelligen Millionenbereich vorgesehen. Auf Basis der derzeit vorliegenden Informationen erwartet Hensoldt keine Auswirkungen auf die kurz- oder mittelfristige Prognose. Die weitere Behandlung des verbleibenden Auftragsbestandes hängt von der konkreten vertraglichen Lösung und der weiteren Abstimmung mit den beteiligten Partnern ab.“

Hensoldt-Chef Oliver Dörre wird in dem Pressetext mit den Worten zitiert: „Wir prüfen die Auswirkungen der Entscheidung des Bundesministeriums der Verteidigung sorgfältig und stimmen die nächsten Schritte eng mit unserem Vertragspartner ab.“

Der Sensorspezialist versteht die Beendigung des F126-Programms auch im Kontext einer Neuordnung der maritimen Beschaffungsprogramme. In der Hensoldt-Pressemitteilung heißt es deshalb auch abschließend: „Als Anbieter nationaler Schlüsseltechnologie im Sensorbereich sowie als Partner für Führungs- und Missionssysteme – einschließlich CMS 330 – ist Hensoldt bereit, auch künftig eine tragende Rolle bei der Modernisierung der Deutschen Marine zu übernehmen. Dazu steht das Unternehmen im engen Austausch mit Werften und Kunden.“ (Anm.: CMS 330 ist ein Führungs- und Waffeneinsatzsystem von Lockheed Martin Canada. Hensoldt soll, als Aufragnehmer von Lockheed Martin Canada, das FüWES/Combat Management System CMS 330 ab 2026 in deutsche Marine-Plattformen integrieren.)


Zu unserem Bildmaterial:
1. Verteidigungsminister Boris Pistorius bei seinem ersten Marine-Besuch am 21. Februar 2023 in Eckernförde. Rechts Fregattenkapitän Lars Gößing, zum damaligen Zeitpunkt Kommandeur des 1. Ubootgeschwaders. Das Symbolbild wurde an Bord der Fregatte „Hessen“ gemacht.
(Foto: Tom Twardy/Bundeswehr)

2. Kurz nach der Auftragsvergabe für den Bau der Fregatten F126 – Modell des neuen Schiffstyps, zu sehen bei einer Pressekonferenz des damaligen Generalunternehmens Damen Schelde Naval Shipbuilding.
(Foto: ANP)

3. Statt der Fregatten F126 sollen jetzt Fregatten des Typs MEKO A-200 beschafft werden. Diese Kampfschiffe sollen die Fähigkeiten der Deutschen Marine zur U-Jagd erhöhen. Konkret hat der Haushaltsausschuss des Bundestags bereits einen Änderungsvertrag gebilligt, der die Zeitlinien für den Bau und die Lieferung der MEKO-Fregatten im Vorfeld des noch zu schließenden Bauvertrags absichert. Dafür werden aus dem Sondervermögen „Bundeswehr“ rund 240 Millionen Euro bereitgestellt.
(Bild: TKMS)

Kleines Beitragsbild: Ursprünglich geplante Fregatte der Klasse 126 für die Deutsche Marine, bis zur Stornierung des Bauvorhabens im Juni 1966 das bis dahin größte Rüstungsprojekt der Bundeswehr im Überwasser-Kriegsschiffbau. Drastische Kostensteigerungen und erhebliche Verzögerungen führten jetzt zum kompletten Stopp.
(Bild: nr)


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