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Immenstaad. Der Rüstungskonzern Hensoldt hat einen weiteren Entwicklungsvertrag für die Einsatzunterstützungsanlage (EUA) „Optarion“ unterzeichnet. Auftraggeber ist das Koblenzer Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Der Vertrag im Wert von rund 15 Millionen Euro soll die Weiterentwicklung der Bodenstation fortführen, die bereits Führungsinformationssysteme der Bundeswehr – darunter das „Battle Management System“ (BMS) – mit den fliegenden Plattformen des Deutschen Heeres verbindet.

Alex Irmscher, Programmleiter „Bodenstationen“ am Hensoldt-Standort Immenstaad am Bodensee (hier befindet sich unter anderem das Avionik-Kompetenzzentrum des Unternehmens), sagte nach der Vertragsunterzeichnung: „Mit der EUA ,Optarion‘ binden wir bestehende wie neue Plattformen ohne Änderung am Luftfahrzeug in den digitalen Führungsverbund ein. Der neue Vertrag erlaubt es uns, diese Fähigkeit konsequent weiterzuentwickeln – für Heer, Luftwaffe und unsere internationalen Nutzer.“

Aufwand und Kosten senken, Flexibilität im Einsatz erhöhen

Die Einsatzunterstützungsanlage bildet die Schnittstelle zwischen Führungsinformationssystemen und Luftfahrzeugplattformen. Als Bodenstation unterstützt die EUA die Hubschrauber Tiger, NH90 und CH-53GA und bindet diese Waffensysteme zugleich in den vernetzten taktischen Informationsverbund unserer Streitkräfte ein.

Im Sinne des Ansatzes „Software-Defined Defence“ (SDD) können bereits in Nutzung befindliche Luftfahrzeuge in diese Struktur integriert werden, ohne dass ihre Konfiguration angepasst werden muss. Das senkt Hensoldt zufolge den Aufwand und die Kosten und erhöht zugleich die Flexibilität im Einsatz.

Ein weiterer wichtiger Schritt zur operativen Einsatzfähigkeit

Bereits im vergangenen Jahr brachte Hensoldt zwei EUA-Releases samt aktualisierter IT-Plattform der Bundeswehr aus und vollzog damit einen weiteren Schritt zur operativen Einsatzfähigkeit. Die jüngste Version unterstützt die Konfigurationen „KHT Bootes“ und „KHT MR3+“ (KHT = Kampfhubschrauber Tiger). Damit wird das Einsatzspektrum und die Interoperabilität dieser Luftfahrzeuge erweitert.

Auf derselben Version lieferte Hensoldt früher bereits eine internationale Konfiguration in der Ausprägung „MPGS“ (Mission Planing Ground Station) an einen nicht näher genannten NATO-Kunden. Wir berichteten bereits 2023 und 2024 über das Thema „Einsatzunterstützungsanlage ,Optarion‘“ (siehe hier).


Zu unserem Bildmaterial: Kampfhubschrauber Tiger des Deutschen Heeres und – eingebaut in die Aufnahme – eine Innenansicht von einem bereits an die Bundeswehr ausgelieferten „Optarion“-Container.
(Bilder: Hensoldt AG; Bildmontage: mediakompakt)


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