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Berlin/Calw. Das Kommando Spezialkräfte (KSK) ist der geheimste militärische Verband der Bundeswehr, organisiert in der Teilstreitkraft Heer und unterstellt der Division Schnelle Kräfte (DSK). Der Spezialkräfteverband kann jederzeit weltweit im Auftrag der politischen Leitung und militärischen Führung eingesetzt werden. Seit der Gründung am 20. September 1996 steht das KSK im Spannungsfeld von militärischer Geheimhaltung sowie kritischer Beobachtung durch Parlament und Öffentlichkeit. In diesem Jahr feiert die von Krisen und Legenden gleichermaßen geprägte Truppe ihr 30-jähriges Bestehen. Die ARD-Doku „Geheime Krieger KSK – die Eliteeinheit der Bundeswehr“ gibt exklusive Einblicke, zu sehen ab dem 15. Oktober 2026 in der ARD-Mediathek.

Ursprünglich zur Befreiung deutscher Geiseln im Ausland gegründet, wurde das KSK stattdessen bald in vielen Krisengebieten eingesetzt – und dafür im Inland argwöhnisch beobachtet. Einen Einsatz zur Geiselbefreiung gab es bis heute nicht. „Wir sind auf alles vorbereitet, auf jede militärische Lage. Wir sind speziell, auch psychologisch, ausgewählt“, erklärte ein Elitesoldat gegenüber den Filmemachern.

Aktive und ehemalige Kommando-Soldaten geben in der Doku „Geheime Krieger KSK“ Einblicke in die abgeschottete Welt der Eliteeinheit. Verknüpft werden ihre Schilderungen mit einem der wenigen Einsätze des KSK, über den öffentlich gesprochen werden darf, der „Operation Mondlicht“ in Afghanistan 2012.

Einblicke in das Innerste des Kommandos Spezialkräfte

Interviewt wurden für die Dokumentation unter anderem Christian, Mike und Philipp. Auch sie hatten zu Beginn ihrer Karrieren als Elitesoldaten einen Traum – sie wollten zu den Besten der Besten gehören. Woher kommt diese Faszination? Und was gehört wirklich dazu, als Elitesoldat zu „funktionieren“?

Exklusiv geben die drei Einblick in das Innerste des KSK. Sie berichten von der berüchtigten „Höllenwoche“, über geheime Kommandoeinsätze auf dem Balkan und in Afghanistan sowie über die Krise des Verbandes, zu der unter anderem auch Rechtsextremismus-Vorwürfe beigetragen haben.

Von harten Auswahlverfahren und langen Phasen des Wartens auf den Einsatz

Die Geschichten von Christian, Mike und Philipp handeln vom unbedingten Willen, dem Dienst alles unterzuordnen, von harten Auswahlverfahren und langen Phasen des Wartens auf den Einsatz. Mike erzählt außerdem vom „großen Gefühl der Unsterblichkeit – unbesiegbar, unzerstörbar zu sein; das war dann wie ein Schutzmantel, aber darunter brodelte schon die Angst“.

Und es gibt auch Negativbeispiele, die dem KSK nachhaltig geschadet haben. Philipp Schaaf aus Sachsen war jahrelang als Ausbilder Teil der Truppe und wurde 2021 zu einer zentralen Figur des größten Skandals in der KSK-Geschichte. Gehortete Munition und Sprengstoff in seinem Garten führten zu seiner Verurteilung vor dem Landgericht Leipzig – und den Spezialverband der Bundeswehr nach diversen Vorwürfen in Zusammenhang mit Rechtsextremismus endgültig in eine hausgemachte Krise, die immer noch nur langsam abebbt. Schaaf wurde übrigens unehrenhaft aus dem Dienst entlassen.

In der Vergangenheit hatten wir immer mal wieder über kritikwürdige Entwicklungen bei den Kommandosoldaten berichtet – beispielsweise hier oder hier.


Randnotiz                                  

„Geheime Krieger KSK – die Eliteeinheit der Bundeswehr“ ist eine Ko-Produktion von Schulz & Wendelmann GbR und Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) unter Beteiligung des Südwestrundfunks (SWR) und des Bayerischen Rundfunks (BR), unterstützt durch die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM). Das nach Senderangaben 89 Minuten lange Video ist abrufbar in der ARD-Mediathek ab dem 15. Oktober 2026 bis einschließlich 15. Oktober 2027. Die Links:

https://www.ardmediathek.de/dokus

https://www.ardmediathek.de/video/geheime-krieger-ksk-die-eliteeinheit-der-bundeswehr/geheime-krieger-ksk/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy8zNzdlODVmYS0zMGZmLTQwNjgtOGU0Zi0xYzkxYmNjMTYxODI

Alle Angaben ohne Gewähr.


Zu unserem Bildmaterial:
1. KSK-Feldwebel mit Standard-Ausrüstung.
(Foto: MDR/SW-Film; Bildbearbeitung: mediakompakt)

2. Operation „Mondlicht 2012“ – beteiligter Kommandosoldat.
(Foto: MDR/SW-Film)


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