Düsseldorf. Mitreißender Sound, höchste Präzision und Militärmusik über Grenzen hinweg: Das diesjährige Musikfest der Bundeswehr am 19. September (Samstag) in der Multifunktionshalle „PSD Bank Dome“ in Düsseldorf-Rath sorgte mit rund 700 Mitwirkenden aus sechs Nationen für ein faszinierendes Programm und schließlich für ein furioses Finale.
Das Stabsmusikkorps, die Big Band und das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr, das Luftwaffenmusikkorps Erfurt und das Marinemusikkorps Kiel präsentierten im Düsseldorfer „Dome“ die ganze musikalische Vielfalt des Militärmusikdienstes.
Internationale Spitzenformationen ergänzten das Programm. So beeindruckte das U.S. Air Force Honor Guard Drill Team mit meisterhafter Exerzierkunst, während The Band of His Majestys Royal Marines aus Großbritannien britische Tradition auf höchstem Niveau verkörperte. Für einen besonderen emotionalen Moment sorgte Shonagh Duncan vom Royal Edinburgh Military Tattoo. Mit ihrem Dudelsack-Spiel gewann die „Meisterin der Bagpipes“ die Herzen des Publikums im Sturm.
Im Finale standen schließlich alle Formationen gemeinsam auf der großen Bühne. Die Gesamtleitung der Veranstaltung lag bei Oberst Christoph Scheibling, Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr.
Inhaltlich stand das Musikfest in diesem Jahr insbesondere im Zeichen des „neuen Wehrdienstes“ in Deutschland. Die Militärmusik präsentierte sich dabei als Botschafter der Bundeswehr und als Bindeglied zwischen Streitkräften und Gesellschaft.
Ein zentraler Aspekt war die Zweitrolle der Militärmusiker. Denn neben ihrem musikalischen Auftrag haben die Männer und Frauen der Musikkorps im Verteidigungsfall eine weitere wichtige Aufgabe – sie unterstützen aktiv den Sanitätsdienst. Dann heißt es: „Hände an die Trage statt ans Instrument.“ Der Slogan „Sound and Service“ bringt diese Aufgabenkombination und das Selbstverständnis der musikalischen Truppe auf den Punkt.
Nach der erfolgreichen Veranstaltung in Düsseldorf richtet sich der Blick bereits auf das nächste Jahr: 2027 feiert das Musikfest der Bundeswehr Premiere in Dresden. Ein genauer Termin steht noch aus. Wir werden berichten, sobald uns neue Informationen vorliegen.
Kommunikativ geht der Militärmusikdienst ebenfalls neue Wege. Seit Kurzem ist der neue Instagram-Kanal „Militärmusik der Bundeswehr“ online. Der Kanal will künftig aktuelle Informationen, Eindrücke von Veranstaltungen, Einblicke hinter die Kulissen und persönliche Geschichten rund um das Musikerpersonal der Bundeswehr anbieten.
Dazu Oberst Christoph Scheibling: „Wir wollen zeigen, was hinter der Musik steckt – die Menschen, ihre Leidenschaft und den soldatischen Auftrag, der unseren Militärmusikdienst ausmacht. Mit unserem neuen Kanal bringen wir die Geschichten dorthin, wo schon so viele, insbesondere junge Menschen unterwegs sind – authentisch, direkt und nah an unseren Bundeswehr-Musikformationen.“
Unsere zwei Aufnahmen haben die zauberhafte Atmosphäre des Düsseldorfer Musikfests der Bundeswehr eingefangen.
(Fotos: Konzertfotografie Kay-Uwe Fischer/für den Unterstützungsbereich der Bundeswehr)
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