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Düsseldorf/Stockach. Rheinmetall liefert das Laser-Licht-Modul (LLM) vom Typ „VarioRay“ für das neue Sturmgewehr der Bundeswehr. Der Wert der Beschaffung beträgt nach Angaben des Auftragnehmers „mehrere hundert Millionen Euro“. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte die Haushaltsmittel für dieses Vorhaben am 3. Dezember 2025 freigegeben. Jetzt wurde der erste Festabruf aus dem im Juni 2021 geschlossenen Rahmenvertrag getätigt. In den nächsten sieben Jahren sollen die Systeme „LLM-VarioRay“ ausgeliefert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit des Abrufs von weiteren Modulen Diese könnten – so die Angaben von Rheinmetall – zusätzlich in der vereinbarten Zeitspanne geliefert werden.

Die Geräte werden von Rheinmetall Soldier Electronics (Sitz im baden-württembergischen Stockach am Bodensee) hergestellt. Dabei handelt es sich um den bisher größten Auftragseingang in der Firmengeschichte der Rheinmetall-Tochter. Erkan Yildirim, Geschäftsführer der Stockacher Firma, äußerte sich jetzt zu dem Auftrag: „Bei dem ,LLM-VarioRay‘ handelt es sich um eines unserer vielseitigsten Geräte. Die zusätzliche optionale Menge könnten wir, sofern seitens des Kunden ein entsprechender Abruf getätigt wird, ebenfalls innerhalb der vereinbarten Zeitspanne von sieben Jahren ausliefern. Dies würde sowohl der Bundeswehr als auch uns bei Rheinmetall Planungssicherheit geben.“

Wir haben über die Belieferung der deutschen Streitkräfte mit den Laser-Licht-Modulen von Rheinmetall bereits im August 2021 berichtet.

Für die Handwaffen der infanteristisch und abgesessen kämpfenden Kräfte

Das Laser-Licht-Modul „VarioRay“ gehört zu der neuesten Gerätegeneration seiner Art. „LLM-VarioRay“ wird vorrangig an den Handwaffen der infanteristisch und abgesessen kämpfenden Kräfte eingesetzt und dient dazu, Ziele zu entdecken, zu identifizieren und zu markieren.

Das mit Halterung rund 250 Gramm leichte „VarioRay“-System lässt sich über eine Picatinny-Schiene (nach MIL-STD 1913 & STANAG 4694) an jedem Sturmgewehr einsetzen und kann über ein Triggerkabel bedient werden. Es verfügt über eine starke Weißlicht-LED, einen Rotlicht-Lasermarkierer, einen Infrarot-Lasermarkierer und einen elektrisch fokussierbaren Infrarot-Beleuchter. Die Lichtquelle lässt sich stufenlos per Drehschalter auswählen und regeln.

Das Gerät verfügt zudem über einen voll integrierten, werkseitig ausgerichteten Laserblock. Dieser Laserblock ermöglicht eine einfache Justierung und Ausrichtung an Visier und Waffe. Gemeinsam mit Nachtsicht- und Wärmebildgeräten können unsere Streitkräfte so ihre Aufträge über das gesamte Einsatzspektrum hinweg zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Wetter erfüllen.

Auch Bestandteil des Systems „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“

Die Produktfamilie „LLM-VarioRay“ ist unter anderem auch Bestandteil des deutschen Soldatensystems „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES). In der British Army dient es als Laser-Light-Module MK3, in der Schweizer Armee als Laser-Licht-Modul 19.

Der Rheinmetall-Konzern bietet ein umfangreiches Portfolio an Infanterieausrüstung an, darunter verschiedene Ziel- und Beleuchtungsmodule. Diese wurden entwickelt, um den taktischen Einsatzwert moderner Handwaffen zu erhöhen. So ist auch das „LM-VTAL“ (Laser-Modul „Variable Tactical Aiming Laser“) bei den Spezialkräften der Bundeswehr bereits seit mehreren Jahren im Einsatz.


Zu unserem Bildmaterial:
1. Die Produktfamilie „LLM-VarioRay“ ist unter anderem auch Bestandteil des modularen Bundeswehr-Soldatensystems „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES).
(Fotos: Konstantin Möller, ripperkon.de/für Rheinmetall AG)

2. Das Rheinmetall-System „VarioRay“ gehört zur neuesten Gerätegeneration seiner Art. Es wird vorrangig an den Handwaffen der infanteristisch und abgesessen kämpfenden Kräfte eingesetzt und dient dazu, Ziele zu entdecken, zu identifizieren und zu markieren. Gemeinsam mit Nachtsicht- und Wärmebildgeräten können die Kräfte der Bundeswehr, die „LLM-VarioRay“ nutzen, so ihre Aufträge über das gesamte Einsatzspektrum hinweg zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Wetter erfüllen.
(Foto: Rheinmetall AG)


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