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Berlin. Am 25. Juni übergab das Bundesministerium der Verteidigung der Bundesregierung (zur Unterrichtung) seinen „Dritten Bericht über den Umsetzungsstand der Anhebung der Altersgrenzen nach Paragraf 45 Absatz 4 des Soldatengesetzes“. Im Januar 2019 war das Parlament erstmalig über die festgeschriebene Steigerung des durchschnittlichen Zurruhesetzungsalters aller männlichen und weiblichen Berufssoldaten der Bundeswehr in Kenntnis gesetzt worden.

Der vorliegende Bericht (Bundestagsdrucksache 21/7072) umfasst die Ist-Daten des Zeitraums 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2025. Er enthält zudem eine Prognose bis zum 31. Dezember 2029.

2021 war bereits die für 2024 gesetzlich vorgegebene Steigerung des durchschnittlichen Zurruhesetzungsalters um zwei Jahre von 55,2 auf über 57,2 erreicht worden. Das Alter wird sich auch nach derzeitiger Prognose bis 2029 weiter auf diesem Niveau verstetigen. Etwaige Nachsteuerungsmaßnahmen in Ergänzung zu den bereits getroffenen Maßnahmen sind daher laut Wehrressort „derzeit nicht erforderlich“.

Mittlerweile im Durchschnitt fast drei Jahre länger im Dienst

Dem aktuellen Bericht zufolge steigt das Ruhestandsalter von Deutschlands Berufssoldaten weiter an. Von 2022 bis 2025 entwickelte es sich von durchschnittlich 57,5 auf 57,81 Jahre. Im Jahr 2012 hatte das Durchschnittsalter von Bundeswehr-Berufssoldaten bei Ausscheiden aus dem Dienst noch bei 54,53 Jahren gelegen.

In ihrem „Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung und Modernisierung des Bundesdienstrechts“ vom 12. November 2007 hatte die damalige Bundesregierung (Kabinett Merkel I) erstmalig darauf hingewiesen, „dass allein das Erreichen der besonderen Altersgrenze nicht Anlass für eine Versetzung in den Ruhestand ist, sondern Berufssoldatinnen und Berufssoldaten – insbesondere hochqualifizierte [Kräfte] – die überwiegend in wenig körperlich fordernden und belastenden Verwendungen eingesetzt sind, bedarfsbezogen deutlich über die besondere Altersgrenze hinaus im Dienst verbleiben“. Auf diese Passage weist das Verteidigungsministerium ausdrücklich jetzt auch wieder in der am 30. Juni veröffentlichten Unterrichtung hin.

Wir hatten bereits vor gut zweieinhalb Jahren über das Thema „Berufssoldaten gehen immer später in den Ruhestand“ berichtet (siehe hier).


Unser Symbolbild zum Thema „Berufssoldaten bei der Bundeswehr“ entstand am 13. Oktober 2021 am Ehrenmal im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. Dort fand an diesem Tag eine Kranzniederlegung für die Opfer des Afghanistaneinsatzes statt.
(Foto: Sebastian Wilke/Bundeswehr)


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