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Sevilla (Spanien)/Wunstorf. Am 1. August 2025 startete am spanischen Airbus-Rüstungsstandort Sevilla die 50. Transportmaschine A400M Atlas für die Deutsche Luftwaffe zu ihrem Auslieferungsflug nach Wunstorf. Hier auf dem niedersächsischen Luftwaffenstützpunkt erfolgte dann am Tag darauf die offizielle Übergabe der „54+50“ an das Lufttransportgeschwader 62. Vertragsgemäß sollen bis Ende 2026 durch Airbus Defence and Space alle von Deutschland bestellten A400M an den Kunden ausgeliefert werden.

Der neueste A400M-Transporter unserer Luftwaffe trägt die Seriennummer MSN144. Der Airbus hatte seinen Jungfernflug in Sevilla am 3. Februar 2025 absolviert. Die Maschine ist – als insgesamt vierter A400M der Deutschen Luftwaffe – ab Werk mit einem fest verbauten Rüstsatz für die Luftbetankung ausgestattet worden.

Dieser Rüstsatz besteht, neben den demontierbaren AAR-Betankungspods unter den Tragflächen (AAR = air-to-air-refueling), aus einer zentralen Hose and Drum Unit (HDU) im Bereich der Laderampe. Diese zusätzliche Schlauchvorrichtung dient im Tankereinsatz als weitere „Zapfsäule“ und eignet sich insbesondere zum Auftanken größerer Flugzeuge, beispielsweise anderer A400M-Maschinen.

Testreihen für die Zertifizierung der Luftbetankung erfolgreich abgeschlossen

Im Frachtraum des A400M sind zwei sogenannte Cargo-Hold-Tanksysteme mit jeweils rund 7200 Liter Fassungsvermögen verbaut. Die Treibstoffmenge, die eine Transportmaschine so maximal abgeben kann, erhöht sich in dieser Konfiguration insgesamt deutlich. Im Jahr 2019 hat Airbus die Testreihen für die Zertifizierung der Luftbetankung erfolgreich abgeschlossen.

Neben der neuen „54+50“ fliegt bei der Luftwaffe in Wunstorf unter anderem noch die bereits im März 2024 ausgelieferte A400M „54+45“ mit HDU-Ausstattung. Unabhängig davon kann in Wunstorf beim Lufttransportgeschwader 62 auch jede andere A400M durch die Montage der AAR-Unterflügelbehälter zur Luftbetankung herangezogen werden; der Verband verfügt über etliche entsprechende Rüstsätze.

A400M mit der Kennung „54+35“ testet in Sevilla das Selbstschutzsystem DIRCM

Formal haben jetzt mit Stand 2. August 2025 insgesamt 50 Transportflugzeuge Airbus A400M Atlas für Deutschland die Endmontage in Sevilla verlassen. In Wunstorf gelandet sind bisher aber nur 49 Maschinen.

Der im Jahr 2020 fertiggestellte A400M mit der Kennung „54+35“ ist nach wie vor Eigentum von Airbus Defence and Space und weiterhin stationiert in Sevilla. Dafür gibt es eine Erklärung: Die „54+35“ wurde als Testflugzeug für das Selbstschutzsystem DIRCM (DIRCM = Directed Infrared Counter Measures) ausgewählt, mit dem ein Teil der deutschen A400M-Flotte ausgerüstet werden soll. Nach derzeitiger Planung betrifft dies weitere 23 Transportmaschinen.

Das DIRCM-System – in Kooperation entwickelt von dem israelischen Hochtechnologieunternehmen Elbit Systems (Haifa) und der Diehl Defence GmbH & Co.KG (Überlingen) – erkennt einen feindlichen Flugkörper, blendet dessen Suchkopf mithilfe eines Laserstrahls und lenkt ihn von seiner ursprünglichen Flugbahn ab. Die Sensoren sind an verschiedenen Stellen des Luftfahrzeuges angebracht und gewährleisten somit in Kombination mit dem Laser einen 360-Grad-Rundumschutz. Mit der Ausrüstung der 24 deutschen A400M ist neben Elbit und Diehl auch Airbus beauftragt. Wir haben in der Vergangenheit bereits über die geplanten Schutzsysteme für die deutsche A400M-Flotte berichtet – beispielsweise hier und hier.


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Zu unserem Bildmaterial: Die „54+50“ ist die zweite Transportmaschine A400M, die die Bundeswehr in diesem Jahr erhalten hat. Die „54+49“ kam am 28. Mai 2025 nach Deutschland.
(Foto: Airbus Defence and Space)

Kleines Beitragsbild: Der A400M mit der Kennung „54+50“ startete am 1. August 2025 vom spanischen Industriestandort Sevilla zur Übergabe an die Deutsche Luftwaffe im niedersächsischen Wunstorf.
(Foto: Airbus Defence and Space)


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