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Berlin. Am 22. September wurde in Berlin das Mitteldeutsche Institut für Sicherheitsindustrie gegründet. Damit soll ein Netzwerk für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbände mit dem Fokus auf Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft entstehen. Ziel des Instituts ist es nach eigenen Angaben, „die Kräfte zu bündeln, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die Industrie Mitteldeutschlands sichtbar in nationale wie europäische Prozesse der Verteidigungswirtschaft einzubinden“.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Lehmann (Wahlkreis Leipzig I), der die Gründung nach Kräften unterstützte, erklärt dazu: „Mitteldeutschland gehört noch stärker auf die Landkarte der deutschen und europäischen Verteidigungsindustrie – das betrifft sowohl Standorte für Produktion und Instandhaltung als auch Forschungseinrichtungen.“ In dieser Region Deutschlands gebe es eine lange Tradition und viel Know-how für Technologie und Maschinenbau. Zudem existiere eine leistungsfähige Zuliefererstruktur, die als Partner der Verteidigungswirtschaft infrage komme, so der Politiker, der unter anderem Mitglied des Verteidigungsausschusses des Bundestages ist.

Die Institutsgründer selbst machen deutlich, dass es vor dem Hintergrund der veränderten geopolitischen Lage in Europa nun mehr denn je darauf ankomme, vorhandene industrielle und wissenschaftliche Kapazitäten gezielt einzusetzen.

Wettbewerbsfähigkeit der mitteldeutschen Industrie nachhaltig fördern

Das Institut versteht sich – dies geht aus einer am heutigen Montag (29. September) veröffentlichten Pressemitteilung hervor – als „zentrale Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung“. Ziel sei es, dass Unternehmen aus Mitteldeutschland einen substanziellen Beitrag zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands leisten könnten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt laut Pressetext in der „Anbahnung beziehungsweise Förderung von Forschungs- und Entwicklungskooperationen“. Innovationen aus Mitteldeutschland sollen so schneller in der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft Anwendung finden.

Das Mitteldeutsche Institut für Sicherheitsindustrie will ein Netzwerk, das Synergien ermöglicht und die Wertschöpfung in der Region stärkt, schaffen. Unionspolitiker Lehmann: „Damit wird die Umsetzung der Zeitenwende unterstützt und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der mitteldeutschen Industrie nachhaltig gefördert.“

Direkten Zugang zu Beschaffungsstellen und Kooperationspartnern eröffnen

Zum Vorsitzenden des neuen Instituts wurde Generalmajor a.D. Markus Kurczyk berufen. Er verfügt über langjährige Erfahrung in Führungs- und Stabsfunktionen der Bundeswehr beziehungsweise Luftwaffe und war in seiner letzten Verwendung Kommandeur des Zentrums Innere Führung in Koblenz.

Kurczyk betont: „Unser Ziel ist es, Unternehmen direkten Zugang zu Beschaffungsstellen und Kooperationspartnern zu eröffnen beziehungsweise ihnen den Weg zu erleichtern. Genauso wichtig ist es, die Region Mitteldeutschland bei potenziellen Industrieansiedlungen oder auch Forschungsprojekten ins Spiel zu bringen“. Mitteldeutschland habe mehrfach gezeigt, dass es sich dynamisch an neue Industrien anpassen könne, erinnerte der Vorsitzende des neugegründeten Instituts. „Diese Stärke wollen wir nutzen, um die Region zu einem relevanten Akteur der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft zu machen und zugleich die Chancen des Sondervermögens für Forschung und Industrie in der Region zu heben.“

Zu den Gründungsmitgliedern zählen Vertreter aus Industrie, Wirtschaft und Branchenverbänden. Gemeinsam wollen sie „die Sichtbarkeit der mitteldeutschen Industrie in Berlin und Brüssel erhöhen, Innovationspartnerschaften fördern und die Region langfristig als starken Standort für Sicherheits- und Verteidigungstechnologien etablieren“.


Das Gruppenbild zeigt (von links) das Gründerteam des Mitteldeutschen Instituts für Sicherheitsindustrie: Ingolf Schley (Schatzmeister), Markus Kurczyk (Vorsitzender), den CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Lehmann und Ronald Gerschewski (Stellvertretender Vorsitzender).
(Foto: Paul Kruse)


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