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Nürnberg/Düsseldorf. Die Enforce Tac 2025, führende Fachmesse in Deutschland für innere und äußere Sicherheit, hatte im vergangenen Monat – vom 24. bis 26. Februar – im Nürnberger Messezentrum ihre Tore geöffnet und konnte dabei nationale und internationale Experten aus der Sicherheits- und Verteidigungslandschaft sowie rund 1000 Aussteller aus etwa 50 verschiedenen Ländern begrüßen. Am Schluss zählte der Veranstalter knapp 19.000 Fachbesucher aus aller Welt, fast 7000 mehr als im Vorjahr. Die Enforce Tac 2025 hat demnach mit einem beeindruckenden Wachstum und einer steigenden internationalen Bedeutung ihren Stellenwert weiter gefestigt.

Neben einer Vielzahl an bereits zum wiederholten Male teilnehmenden Unternehmen (wie beispielsweise Rheinmetall, MBDA beziehungsweise MBDA Deutschland oder Heckler & Koch) feierten dieses Jahr unter anderem die Unternehmen KNDS und Smith & Wesson ihre Premiere auf der Enforce Tac.

KNDS ist ein europäischer Marktführer im Bereich militärischer Landsysteme und bekannt unter anderem für modernste Artilleriesysteme. Der Konzern vereint die Expertise der deutschen Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG (KMW) und der französischen Nexter Group.

Smith & Wesson Brands Inc., einer der traditionsreichsten Hersteller von Schusswaffen weltweit, hatte seine neuesten Entwicklungen im Bereich taktischer und behördlicher Waffenlösungen auf die Enforce Tac mitgebracht. Der US-Hersteller ist insbesondere für seine Dienstpistolen und taktischen Gewehre bekannt, die weltweit von Sicherheits- und Militärkräften genutzt werden.

Zunehmende Internationalisierung dieser süddeutschen Fachmesse

Zur Enforce Tac 2025 gab es vier neue Länderpavillons: den Pavillon Österreichs, den Pavillon aus Norwegen sowie Pavillons aus Ungarn und Litauen.

Der Austrian Pavillon bot in Nürnberg eine exklusive Plattform für Unternehmen aus der Alpenrepublik, um ihre neuesten Technologien und Produkte vorzustellen. Ebenso brachte der Norwegian Pavillon erstmals nationale Akteure der norwegischen Verteidigungsindustrie zusammen. Alle Pavillons unterstrichen mit ihrer Präsenz die zunehmende Internationalisierung der süddeutschen Fachmesse.

Unternehmen Rheinmetall präsentiert Neuheiten und taktisches Portfolio

Statten wir nun einigen Ausstellern einen Besuch ab. Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall AG stellte Beschaffern, Anwendern und Fachbesuchern auch in diesem Jahr auf der Enforce Tac wieder einige Neuigkeiten und weitere Elemente des taktischen Portfolios aus den Divisionen „Vehicle Systems“, „Weapon and Ammunition“ sowie „Electronic Solutions“ vor.

Erstmals präsentierte Rheinmetall dabei seine taktischen Kleinfahrzeug-Familie Ermine (Hermelin). In einer Pressemittelung des Konzerns heißt es: „Diese [Kleinfahrzeuge stehen für] eine neue Generation der Mobilität, welche den taktischen Transport mit einer mobilen Energiequelle (,Microgrid‘) verbindet und voll auf Autonomie vorbereitet ist. Ermine baut auf einem einheitlichen Antriebstrang auf und lässt sich wahlweise als Unmanned Ground Vehicle (UGV), als Side-by-Side-Buggy oder als Quad konfigurieren.“

Auf der Enforce Tac 2025 zeigte Rheinmetall ein 4×4-Quad mit Spezialkräfte-Ausstattung und Schnellnebelschutz-System ROSY.

Aufklärung und Bekämpfung gegnerischer Kräfte mittels Kleindrohnen

Der ebenfalls erstmals auf der Enforce Tac gezeigte Mobile Mission Pod (MMP) von Rheinmetall dient zur abstandsfähigen Aufklärung und Bekämpfung gegnerischer Kräfte mittels Kleindrohnen. Er wurde insbesondere für Spezialkräfte entwickelt, um maximale Einsatzfähigkeit hinter feindlichen Linien zu ermöglichen.

Dazu der Hersteller: „Aufgrund seiner langen Standby-Zeit und der Fernbedienbarkeit in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz/KI ist der MMP darauf ausgelegt, lange nach seiner Verbringung in den Einsatzort gegen feindliche Kräfte agieren zu können. Der MMP bündelt das Know-how verfügbarer Produkte sowie aktuelle Technologien und Erfahrungen derzeitiger Konflikte in einem neuen Produkt, das in seinen Fähigkeiten herausragend ist. Aufgrund seines hohen Automatisierungsgrades, der KI-Unterstützung und des Stand-alone-Designs erweitert es das Missionsportfolio von Streitkräften erheblich und ermöglicht so Missionen, die bisher als nicht durchführbar galten.“

Weitere Rheinmetall-Highlights der diesjährigen Enforce Tac

Soldatensystem „Gladius Light“ – eine auf Spezialkräfte zugeschnittene Variante des Soldatensystems „Gladius 2.0“, auf dem auch „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (kurz IdZ-ES) der Bundeswehr basiert. Auf der Enforce Tac 2025 wurden zudem ein Biomonitoring-System sowie ein Mission Navigation Belt ausgestellt.

Laser-/Laserlichtmodule – Rheinmetalls bewährte Laser-/Laserlichtmodule wie etwa das VarioRay, das für Pistolen entwickelte Laserlichtmodul PTAL und das insbesondere für Spezialkräfte ausgelegte modulare Lasermodul VTAL waren bei der diesjährigen Nürnberger Fachmesse nicht nur am Firmenstand, sondern auch im Rahmen der Live-Vorführung zu sehen.

Persönliches Positionsmarkierungs- und Warnsystem – das Functional Protection System Beacon (FPS-Beacon) von Rheinmetall ermöglicht sichtbare, unsichtbare und thermische Positionsmarkierung und warnt in Gefahrensituationen und bei Erfassung durch Laser.

Ballistischer Körperschutz – Rheinmetall gehört inzwischen zu den Komplettsystem-Anbietern für ballistische Körperschutzausstattungen. Am Stand auf der Enforce Tac wurden ein ballistischer Plattenträger in der Schutzklasse VPAM7, eine für den Verkehrsdienst entwickelte geschützte Warnweste, eine modulare Schutzweste für Spezialkräfte, sowie eine Unterziehweste mit hartballistischem Schutz vorgestellt. Im Sortiment waren auch neue Einschübe in unterschiedlichen Schutzklassen.

Rapid Obscuring System ROSY – das bewährte Schnellnebelschutz-System ROSY schützt Land-, Luft- und Seefahrzeuge auch in der Bewegung durch einen spontanen Nebelschutzschirm. Auf der Enforce Tac 2025 war die Variante ROSY L auf dem Ermine-Aufklärungsfahrzeug zu sehen.

Squad Support Weapon SSW40 – der weltweit erste automatische, Magazin­geladene, schultergeschossene Granatwerfer für 40mm Munition. Sowohl Gewicht, Abmessungen und Handhabung der SSW40 sind ähnlich wie bei Sturmgewehren. Auf der Enforce Tac stellte Rheinmetall dem Fachpublikum erstmals einen Handhabungsdemonstrator dieses Systems vor.

Pyrotechnische Spezialeinsatzmittel – Rheinmetall stellt zahlreiche pyrotechnische Spezialeinsatzmittel her, darunter die Blitzknallgranaten 9-Bang und die quaderförmige Spectac, beide mit Bottom Top Venting-Technologie für höchste Handhabungssicherheit.

Paramir – die leichte und kompakte handabgefeuerte Signalrakete ist als Leuchtrakete in verschiedenen Farben und Infrarot sowie als Rauchstrich- und NBC-Signal verfügbar. Die Steighöhe liegt bei rund 100 Metern, die Beleuchtungszeit bei rund 15 Sekunden.

Softmount Multimount – eine vielseitige, rückstoßmindernde leichte Lafette, in die sich sowohl leichte und mittlere als auch schwere Maschinengewehre oder Granatmaschinenwaffen einrüsten lassen.

Seit vielen Jahren Partner der Sicherheitskräfte in Deutschland und weltweit

Rheinmetall ist seit vielen Jahren Partner der Sicherheitskräfte in Deutschland und weltweit. Zum Produktportfolio im Bereich „Public Security“ gehören unter anderem Komponenten für ballistische Schutzausstattung, Spezial-Wirkmittel für polizeiliche Einsätze, Optik und Optronik zur Aufklärung und Überwachung bei Tag und Nacht, Systeme zur Drohnendetektion und Drohnenabwehr sowie geschützte Einsatzfahrzeuge.

Über die Enforce Tac sagt Oliver Hoffmann, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Rheinmetall AG: „Diese Veranstaltung ist für uns in erster Linie ein Ort des Dialogs und ein Treffpunkt, an dem neue Kontakte geknüpft und Partnerschaften vertieft werden – und wo vor allem der Austausch mit unseren Kunden im Mittelpunkt steht.“ In einer Branche, die sich ständig weiterentwickele, sehe Rheinmetall die Enforce Tac in Deutschland als „renommierte Leistungsschau der Unternehmen und als bewährte Kommunikationsplattform, die kontinuierlich an Bedeutung zunimmt“.


Kompakt                                  

Die Enforce Tac ist eine zulassungsbeschränkte Fachmesse und nur für ein ausgewähltes Publikum zugänglich. Zutritt erhalten ausschließlich – neben Vertretern der Fachmedien – Angehörige der Streitkräfte sowie von Behörden und Organisationen mit polizeilichen oder militärischen Sicherheitsaufgaben.

Diese exklusive Ausrichtung garantiert nach Auskunft der Veranstalter „eine hochspezialisierte, zielgerichtete Atmosphäre, die den professionellen Austausch fördert und gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards wahrt“.


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Zu unserer Bildsequenz:
1. und 2. Zur Enforce Tac 2025 im Messezentrum Nürnberg kamen nach Angaben des Veranstalters im Zeitraum 24. bis 26. Februar knapp 19.000 Besucher, im Vorjahr waren es 12.300.
(Fotos: Nürnberg Messe GmbH)

3. und 4. Am Enforce Tac-Messestand des Unternehmens Rheinmetall AG.
(Fotos: Nürnberg Messe GmbH)

Kleines Beitragsbild: Die Symbolaufnahme „Enforce Tac“ entstand im Februar 2025 im Eingangsbereich des Messezentrums Nürnberg.
(Bild: Nürnberg Messe GmbH)


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