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Diepholz. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig (Wahlkreis Diepholz – Nienburg I, Niedersachsen) erkundigte sich bei der Bundesregierung nach den Baumaßnahmen am Bundeswehrstandort Diepholz. Der Politiker fragte: „In welcher Höhe sind in den vergangenen zehn Jahren Bundesmittel in den Bundeswehrflugplatz Diepholz geflossen, und welche konkreten Baumaßnahmen wurde damit vor Ort umgesetzt?“

Dem Unionspolitiker antwortete am 2. April dieses Jahres der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Thomas Hitschler. Seinen Informationen zufolge wurden auf dem Flugplatz Diepholz in den Jahren 2014 bis 2024 Haushaltsmittel in Höhe von rund 34,7 Millionen Euro investiert. Dabei sollen rund 22,9 Millionen Euro auf investive Baumaßnahmen durch das Verteidigungsministerium und rund 11,8 Millionen Euro auf Bauunterhaltungsmaßnahmen durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) entfallen.

Sanierung, Modernisierung und etliche Neubauten

Von 20 investiven Baumaßnahmen wurden 16 bereits abgeschlossen. Nach Angaben von Staatssekretär Hitschler sind dies:
Herrichten von Teeküchen in diversen Unterkunftsgebäuden;
Anbindung und IT-Gebäudeverkabelung;
Neubau von neun Lagerhallen;
Anpassung der Wärmeversorgung;
Anpassung für den Brandschutz in diversen Dienst- und Unterkunftsgebäuden, Erweiterung der Hundezwingeranlage;
Sanierung der Standortschießanlage Stand A I.

Seitens der BImA in Koblenz gab es in den letzten zehn Jahren folgende, mit höherem Investitionsbedarf versehene Bauunterhaltungsmaßnahmen auf dem Bundeswehrflugplatz Diepholz (ab 400.000 Euro):
Sanierung für Funktionsgebäude (Hallentore, Dach etc.);
Teilerneuerung der Umzäunung;
Austausch der Brenner im Heizwerk.


Hintergrund                           

Die militärische Nutzung des Fliegerhorstes Diepholz durch die Bundeswehr reicht zurück bis 1956. In jenem Jahr trafen die ersten Soldaten der Bundesluftwaffe (so die damalige Bezeichnung) am niedersächsischen Standort ein. Die Angehörigen der Fliegerhorstgruppe begannen mit der Instandsetzung zerstörter Infrastruktur und der Auslagerung ziviler Firmen vom Flugplatzgelände. Im April 1957 verlegte die Versorgungsgruppe A 21 aus Erding nach Diepholz. Aus ihr ging das Luftwaffenversorgungsregiment 2 hervor, welches den Flugplatz bis zum 31. Dezember 2012 als Hauptnutzer betrieb. Im Januar 2013 wurden die meisten Einheiten dem Waffensystemunterstützungszentrum 2 unterstellt.

Am 18. September 2018 wurde die Fliegerhorststaffel aufgelöst und als Luftwaffenunterstützungsstaffel Diepholz neu aufgestellt. Das Systemzentrum 21 wurde ebenfalls aufgelöst und als Abgesetzte Instandhaltungsstaffel Hubschraubergeschwader 64 neu aufgestellt.

Im August 2019 gab das Bundesministerium der Verteidigung bekannt, dass die Liegenschaft entgegen bisherigen Planungen im Rahmen der Trendwenden „Personal“ und „Material“ nun doch nicht aufgegeben wird soll.

2022 waren auf dem Fliegerhorst Diepholz insgesamt stationiert:
Stab/Waffensystemunterstützungszentrum 2/Luftwaffe;
Materiallager Diepholz des Bundeswehrdepots West/Streitkräftebasis;
Teile Objektschutzregiment/Luftwaffe;
Teile Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Oldenburg/Wehrverwaltung;
Sanitätsstaffel Diepholz/Zentraler Sanitätsdienst;
Instandhaltungsstaffel, Teil des Hubschraubergeschwaders 64/Luftwaffe.

Das Materiallager ist in den vergangenen Jahren um sieben neue Lagerhallen auf 24 Lagerhallen aufgewachsen; bis 2030 soll weiter ausgebaut werden.


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Zu unserem Bildmaterial: Luftbildaufnahme vom Bundeswehrflugplatz Diepholz.
(Foto: Carsten Steger/Wikipedia/Wikimedia Commons/unter Lizenz CC BY-SA 4.0 –
vollständiger Lizenztext: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)


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