Kiel/Wismar. 140 neue Mitarbeiter haben in der Hansestadt Wismar am heutigen Montag (5. Januar) ihre Arbeit beim Schiffbauer TKMS – vormalige Bezeichnung „ThyssenKrupp Marine Systems“ –aufgenommen. Das gibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Bisher beschäftigte TKMS bereits rund 400 Kräfte an dem Standort an der mecklenburgischen Ostseeküste. Das börsennotierte Unternehmen hatte im April vergangenen Jahres verkündet, dass bis zum Jahresende 2029 gut 1500 Arbeitnehmer in Wismar an Unter- und Überwasserprojekten tätig sein sollen.
Der Auftragsbestand des Konzerns befindet sich eigenen Angaben zufolge mit rund 18,2 Milliarden Euro (Stand 30. September 2025) weiterhin auf Rekordniveau. Im vergangenen Jahr konnte TKMS mehrere Schlüsselprojekte gewinnen.
So stieg die Anzahl der bei TKMS bestellten Uboote des Typs U212 CD (CD steht für Common Design) für die Deutsche Marine von ursprünglich zwei auf nun insgesamt sechs Boote. Mit der norwegischen Ankündigung zur Auftragserweiterung um zwei Uboote erreicht das deutsch-norwegische Rüstungsprogramm „212 CD“ sein bislang geplantes maximales Auftragsvolumen von insgesamt zwölf Einheiten.
Hinzu kommt ein Auftrag unserer Marine zur Modernisierung von sechs Ubooten des Typs 212A sowie der Zuschlag für das Forschungsschiff „Polarstern“ (als Nachfolger der jetzigen „Polarstern“) im Überwasserbereich. Auch könnten Teile des immer noch aktuellen Beschaffungsvorhabens „Fregatten F127“ auf der Wismarer Werft gefertigt werden.
Der TKMS-Standort Wismar soll in den kommenden Jahren als Hybrid-Werft für zukünftige Unter- und Überwasserprojekte ausgerichtet werden. Mit ihren großzügigen Flächen, ausreichenden Stahlfertigungskapazitäten und der hervorragenden Infrastruktur wird die Werft dabei optimale Standortfaktoren bieten und soll neben Kiel künftig zu einem der größten TKMS-Fertigungsstätten in Deutschland werden.
Zum Personalaufwuchs in Wismar sagte Dirk Steinbrink, Chief Technology Officer (CTO) von TKMS: „Wir freuen uns, dass wir hier so viele neue Mitarbeiter begrüßen können. Diese Entwicklung sei nicht nur wichtig für das Unternehmen und den Standort selbst, sondern auch für die Stadt Wismar und die ostdeutsche Küstenregion, so Steinbrink. Sein Ausblick: „Mit der Ertüchtigung unserer Werft werden wir bei entsprechender Auftragslage schrittweise bis Ende 2029 gut 1500 Arbeitsplätze in Wismar schaffen können. Zudem wird unser Rekordauftragsbuch die Produktion für die nächsten Jahre auslasten und gute Perspektiven für die Beschäftigten schaffen.“
Bereits seit Jahresbeginn 2025 baut TKMS Teile der Wismarer Werft für das geplante Produktportfolio aus. In den kommenden Jahren sind laut dem Konzern hierfür Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro vorgesehen, unter anderem für die Modernisierung der Halleninfrastruktur und der Installation der neuen Produktionslinie für Unterseeboote.
Wie Steinbrink abschließend zusammenfasste, liefert der Ausbau des Ostseestandortes Wismar dem Schiffbauer TKMS „zusätzliche Kapazitäten und unterstützt bei der planmäßigen Abarbeitung des derzeitigen und künftigen Auftragsbestandes“.
TKMS ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Marineindustrie mit mehr als 9100 Mitarbeitern (inklusive Zeitarbeitern) auf den drei Werften Kiel, Wismar und Itajaí in Brasilien sowie an Standorten weltweit. Das Unternehmen ist vor allem als Systemlieferant für Uboote und Überwasserschiffe der Marine sowie für maritime Elektronik und Sicherheitstechnik bekannt. Das Luftbild zeigt die Werftanlagen am TKMS-Standort Wismar.
(Foto: TKMS Management AG)
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Weitere Informationen: https://www.mcd-elektronik.de/fileadmin/assets/downloads/pdf/application-notes/2025_applicationnote-signalanalysis-smart-cables-en_mcd.pdf
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