Taufkirchen/Zürich (Schweiz). Hensoldt, nach eigenen Angaben der „weltweit führende Anbieter von Sensorlösungen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen“, rüstet künftig Luftverteidigungssysteme des Rheinmetall-Tochterunternehmens Rheinmetall Air Defence AG mit Radaren seiner SPEXER-2000-Produktfamilie aus. Die beiden Unternehmen haben dazu einen langfristigen Rahmenvertrag, der bis in die 2030er-Jahre gilt, unterzeichnet.
Der Vertrag umfasst die flexible Bereitstellung und Lieferung großer Stückzahlen von Radaren für Anwendungen im Bereich der bodengebundenen Luftverteidigung – insbesondere für Drohnenabwehr-Lösungen und das Flugabwehrsystem Skyranger 30 von Rheinmetall Air Defence. Damit hat der Vertrag ein Potenzial – so die Vertragspartner – „im Bereich hoher dreistelliger Stückzahlen“.
Mit dem Rahmenvertrag schaffen Hensoldt und Rheinmetall „die Basis für eine planbare, effiziente und verlässliche Zusammenarbeit“. In einer Hensoldt-Pressemitteilung heißt es: „Der Vertrag bietet beiden Seiten hohe Planungssicherheit sowie verbindliche Abnahmekonditionen und stellt sicher, dass Kernkomponenten der SPEXER-2000-Produktreihe bedarfsgerecht und in belastbaren Lieferketten bereitstehen.“ Ein Abruf aus dem Rahmenvertrag ist seitens verschiedener Gesellschaften aus der Rheinmetall-Gruppe möglich.
Die SPEXER-Radarfamilie bietet Hochleistungsüberwachungsradare für verschiedene Reichweiten zur automatischen Erkennung und Klassifizierung von Boden-, See- und niedrig fliegenden Luftzielen.
SPEXER 2000 kommt bei der Bundeswehr unter anderem im Feldlagerschutz, dem Hochenergielaser zur Drohnenabwehr und dem Luftverteidigungssystem zum Nah- und Nächstbereichsschutz zum Einsatz (wir berichteten letztmalig über SPEXER im März dieses Jahres – siehe hier).
Rheinmetall und Hensoldt wollen mit ihrer Kooperation nach eigener Aussage „einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Luftverteidigungsfähigkeiten der Bundeswehr und verbündeter Nationen“ leisten. Die angestrebte enge Zusammenarbeit unterstreicht das gemeinsame Ziel, die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken, kritische Technologien verfügbar zu halten und die Einsatzbereitschaft moderner Luftverteidigungssysteme nachhaltig zu unterstützen.
Hensoldt, das seinen Firmensitz in Taufkirchen bei München hat, bietet als Systemintegrator plattformunabhängige, vernetzte Sensoren an. Zugleich treibt das Unternehmen die Entwicklung der Verteidigungselektronik und Optronik voran und investiert in neue Lösungen auf Grundlage von Software-Defined Defence.
Rheinmetall Air Defence, beheimatet in Zürich in der Schweiz, ist ein Anbieter von Systemen und Technologien zur bodengebundenen Flugabwehr. Das Unternehmen ist Teil des Technologie- und Rüstungskonzerns Rheinmetall AG. Rheinmetall Air Defence entwickelt, produziert und integriert hochmoderne, vernetzte Luftverteidigungssysteme für Streitkräfte weltweit.
Zu unserem Bildmotiv: Hensoldt liefert Radare für Luftverteidigungssysteme von Rheinmetall, unter anderem für das Flugabwehrsystem Skyranger. Die Aufnahme zeigt die Skyranger-Variante auf Basis des Boxer-Fahrzeugs, mit der auch die Bundeswehr ausgerüstet wird.
(Foto: Rheinmetall AG)
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Weitere Informationen: https://www.mcd-elektronik.de/fileadmin/assets/downloads/pdf/application-notes/2025_applicationnote-signalanalysis-smart-cables-en_mcd.pdf
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