menu +

Nachrichten


Taufkirchen. Sven Heursch hat zum 1. August 2025 bei der Hensoldt AG die neu geschaffene Position des „Head of Software-Defined Defence & Digitalisation“ übernommen. In dieser Funktion berichtet er direkt an CEO Oliver Dörre. Die Personalentscheidung hat das Unternehmen am 1. September in einer Pressemitteilung kommuniziert.

Mit der Berufung von Heursch unterstreicht Hensoldt die strategische Bedeutung von Software-Defined Defence (SDD) als zentralem Pfeiler der Unternehmensstrategie „North Star“. In seiner neuen Rolle wird Heursch die divisionsübergreifende digitale Transformation des Produktportfolios vorantreiben.

Entwickelt werden sollen bei diesem Prozess skalierbare, softwarebasierte Sensorlösungen, KI-gestützte Datenfusion und digitale Dienste für militärische und sicherheitsrelevante Anwendungen.

Die digitale Transformation im Verteidigungsbereich gestalten

Hensoldt-Chef Dörre äußerte sich wie folgt zu der Berufung: „Wir freuen uns sehr, dass mit Sven Heursch ein anerkannter und erfahrener Experte für Software-Defined Defence und Digitalisierung zu uns kommt. Mit seiner umfassenden Fach- und Führungserfahrung wird er in der weiteren Umsetzung unserer ‚North Star‘-Strategie neue, kreative Impulse geben und somit einen wesentlichen Beitrag zu unserem zukünftigen Wachstum leisten.“

Heursch selbst erklärte: „Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen aus der Bundeswehr und dem Beratungsgeschäft nun bei Hensoldt, dem Pionier für Software-Defined Defence, einzubringen. Gemeinsam werden wir die digitale Transformation im Verteidigungsbereich gestalten und innovative Lösungen für die Herausforderungen von morgen entwickeln.“


Hintergrund                           

Software-Defined Defence (SDD) ist „ein zentrales Leitprinzip für die Streitkräfteentwicklung der Zukunft“. So steht es in einem im Oktober 2023 veröffentlichten „Positionspapier“ des Bundesministeriums der Verteidigung, des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. In der Publikation heißt es weiter: „Im Mittelpunkt steht das Ziel, die enormen Potenziale von Software für die stetige Verbesserung beziehungsweise Erweiterung der Fähigkeiten der Waffensysteme und damit der (flächendeckenden) Steigerung der Leistungsfähigkeit der Bundeswehr zu nutzen.“ Und: „Klassische militärische Plattformen sollen damit nicht in ihrer Relevanz abgewertet werden, sondern von den weitreichenden Möglichkeiten der Softwareentwicklung profitieren.“

Das Unternehmen Hensoldt schreibt über softwarebasierte Verteidigung: „Software-Defined Defence basiert auf Konzepten, die anstelle von spezialisierter Hardware auf einen flexibleren und effizienteren Einsatz von Software setzen und somit die Grundlage moderner Verteidigungssysteme bilden. SDD nutzt die Vorteile von Software, um militärische Systeme […] zu verbessern sowie anpassungsfähiger und reaktionsschneller zu machen. […] Durch schnelle Software-Updates und den Einsatz Künstlicher Intelligenz verbessert SDD nicht nur die Situational Awareness und Entscheidungsfindung, sondern stärkt durch Autonomie und Automatisierung auch die Durchhaltefähigkeit im Einsatz.“

Hensoldts „North Star“-Strategie setzt gezielt auf jene Märkte, denen angesichts der angespannten globalen Sicherheitslage große Wachstumschancen vorhergesagt werden. Das Unternehmen plant, künftig rund 50 Prozent des Umsatzes in Deutschland, 30 Prozent in Europa und 20 Prozent in globalen Schlüsselmärkten zu erwirtschaften. Um dies zu erreichen, sollen vor allem regionale Strukturen sowie Partnerschaften ausgebaut und der Vertrieb effizienter gestaltet werden. Grundlage für das geplante Wachstum ist laut Hensoldt die „North Star“-Strategie mit insgesamt vier Schwerpunkten.

– Gezieltes Wachstum: Hensoldt fokussiert sich auf eine stärkere regionale Ausrichtung. Durch den Ausbau regionaler Strukturen und Partnerschaften sowie eine bessere Integration von Vertrieb und Geschäftsentwicklung sollen neue Marktanteile erobert werden.
– Effizienzsteigerung: Zur Bewältigung der steigenden Nachfrage will das Unternehmen die Produktionskapazitäten ausbauen und Lieferketten weiter optimieren.
– Software-Defined Defence: Hensoldt setzt auf SDD-Lösungen, um die Digitalisierung der Verteidigung voranzutreiben. Durch die Trennung von Hardware und Software können Sensorsysteme schneller und kosteneffizient angepasst werden.
– Mitarbeiterentwicklung: Hensoldt möchte sich als bevorzugter Arbeitgeber in der Branche positionieren. Dazu setzt das Unternehmen auf moderne Arbeitsumgebungen, eine innovationsgetriebene Unternehmenskultur und maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme.


Das Porträtbild zeigt Sven Heursch, seit dem 1. August 2025 bei Hensoldt als „Head of Software-Defined Defence & Digitalisation“ tätig.
(Foto: Hensoldt AG; grafische Bearbeitung: mediakompakt)


Besuchen Sie uns auf https://twitter.com/bw_journal


 


Kommentieren

Bitte beantworten Sie die Frage. Dies ist ein Schutz der Seite vor ungewollten Spam-Beiträgen. Vielen Dank *

OBEN