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Bonn. Im Zuge der Reorganisation und Umstrukturierung der Bundeswehr ist am heutigen Dienstag (1. Oktober) in Bonn das neue Unterstützungskommando in Dienst gestellt worden. Das Unterstützungskommando wird künftig den Unterstützungsbereich der deutschen Streitkräfte truppendienstlich führen. Hier werden die nur begrenzt zur Verfügung stehenden Unterstützungsfähigkeiten für die Truppe zusammengehalten. Die im Bereich gebündelten Kräfte und Fähigkeiten sollen die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr stärken und in Frieden, Krise und Krieg einen flexiblen Support sicherstellen.

Der Strukturwechsel ist Teil einer umfassenden Reorganisation mit dem Ziel, die Bundeswehr mit aller Macht wieder auf den Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung auszurichten. Die Leistungsfähigkeit der Kommandoangehörigen ist vor diesem Hintergrund für die Durchhaltefähigkeit der deutschen Streitkräfte essenziell.

Für den Sanitätsdienst und die Streitkräftebasis markiert dieser Schritt den Beginn einer tiefgreifenden Veränderung im Zuge der Reorganisation der Bundeswehr. Beide bisher eigenständigen militärischen Organisationsbereiche werden zum neu geschaffenen Unterstützungsbereich der Bundeswehr verschmelzen.

Ein neues Kommando mit rund 750 Soldaten und Zivilbediensteten

Generalleutnant Gerald Funke verantwortet als erster Befehlshaber die Führung des Unterstützungskommandos. Als sein Stellvertreter und gleichzeitig Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes fungiert Generaloberstabsarzt Dr. med. Ralf Hoffmann.

Im Unterstützungskommando der Bundeswehr in Bonn werden in Zukunft insgesamt rund 750 militärische und zivile Kräfte ihren Dienst versehen. Mit der Aufstellung des Unterstützungsbereichs wird einmal der zweitgrößte militärische Organisationsbereich der Bundeswehr mit mehr als 55.000 militärischen und zivilen Angehörige entstehen. Größer ist nur das Deutsche Heer.

Bis zum 1. April 2025 sollen sämtliche Fähigkeiten aus den bisherigen Bereichen – darunter die Logistik, die sanitätsdienstliche Versorgung, das Feldjägerwesen samt Wachbataillon, die ABC-Abwehr, die zivil-militärische Zusammenarbeit, die Truppenübungsplätze, das Planungsamt sowie weitere Dienststellen – im Unterstützungsbereich vereint werden.

Die Umsetzung der Reorganisation erfolgt Schritt für Schritt

Am heutigen 1. Oktober 2024 hat das Unterstützungskommando der Bundeswehr wie eingangs bereits ausgeführt – offiziell mit seinem Dienst begonnen. Zunächst sollen nun erste zentrale Aufgaben übernommen werden. Wie sehen die weiteren Planungsschritte aus?

Bis zum 1. April 2025 soll das Kommando die volle Einsatzbereitschaft erreichen, auf etwa 750 Angehörige im Stab aufwachsen und die vollständige Integration der Fähigkeiten der Streitkräftebasis und des Sanitätsdienstes abschließen.

Am 1. Oktober 2025 sollen schließlich die „alten“ militärischen Organisationsbereiche Streitkräftebasis und Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr formell aufgelöst werden. Sanitätsdienstliche Aufgaben sollen im Anschluss daran durch das neu in Koblenz zu schaffende Kommando Gesundheitsversorgung wahrgenommen werden.


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Zu unserem Bildmaterial:
1. Zentraler Sanitätsdienst, Streitkräftebasis und weitere Dienststellen sollen nach und nach zum Unterstützungsbereich der Bundeswehr zusammenwachsen.
(Grafik: Nathalie Poulheim/Unterstützungsbereich der Bundeswehr; grafische Bearbeitung: mediakompakt)

2. Generalleutnant Gerald Funke ist der Befehlshaber des Unterstützungskommandos der Bundeswehr, sein Stellvertreter und gleichzeitig Befehlshaber des Sanitätsdienstes ist Generaloberstabsarzt Dr. med. Ralf Hoffmann. Einmontiert in unser Bild ist das Wappen der neuen Höheren Kommandobehörde.
(Foto: Torsten Kraatz/Bundeswehr; Wappen-Grafik: Unterstützungsbereich der Bundeswehr; grafische Bearbeitung: mediakompakt)


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