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Wiesbaden/Berlin. Rund 5,3 Millionen Menschen in Deutschland arbeiteten im Jahr 2023 im öffentlichen Dienst (Stichtag: 30. Juni 2023). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) dazu mitteilte, waren dies 60.800 Beschäftigte oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit waren laut Destatis 2023 knapp 12 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland im Staatsdienst beschäftigt. Wir befassen uns in unserem Beitrag nachfolgend mit einigen Zahlen für das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) – Dienstsitze Bonn und Berlin. Sie stammen vom Bundesministerium des Innern und für Heimat …

Vor Kurzem hatte sich die Parlamentsfraktion der AfD in einer Kleinen Anfrage bei der Bundesregierung nach der Anzahl der Mitarbeiter in der Bundesverwaltung und nach deren Qualifizierung erkundigt. Das Bundesinnenministerium nun hatte am 25. September für die Regierung zu der AfD-Anfrage Stellung genommen und Zahlenmaterial, das im Rahmen einer Ressortabfrage erhoben worden war, geliefert.

In der Vorbemerkung zu ihrer Kleinen Anfrage schreibt die AfD: „Die Personalkosten der Bundesregierung wachsen seit Jahren. Zudem hat die Bundesregierung in der aktuellen Legislaturperiode zahlreiche neue Stellen geschaffen. Aber auch unter der vorhergehenden Bundesregierung waren die Personalkosten kontinuierlich angestiegen. In den vergangenen zwölf Jahren haben sich die im Haushaltsplan der Bundesregierung veranschlagten Personalkosten um mehr als 16 Milliarden Euro erhöht. Für das Jahr 2024 sind nun knapp 45 Milliarden Euro an Personalkosten vorgesehen.“

Laufbahngruppen, Entgeltgruppen, Bildungsabschlüsse

Zum Stichtag 30. Juni 2023 waren im Verteidigungsministerium 1330 männliche und weibliche Beamte beschäftigt. Bedeutend mehr Beamte hatte nur das Auswärtige Amt (1905; Auslandsvertretungen nicht mit eingerechnet), das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (1720) und das Bundesministerium der Finanzen (1654).

Die Beamten im Verteidigungsministerium verteilen sich nach Laufbahngruppen wie folgt: Höherer Dienst 695 Beschäftigte, Gehobener Dienst 390, Mittlerer Dienst 235 und Einfacher Dienst 5 (wegen des angewandten Rundungsverfahrens kommt es hier zu Rundungsdifferenzen; dies ist erkennbar, wenn man die einzelnen Angaben aufsummiert und mit der Personengesamtzahl vergleicht).

Die Anzahl der Arbeitnehmer im Verteidigungsministerium beträgt insgesamt (alle Entgeltgruppen betrachtet) 370. Mehr Arbeitnehmer beschäftigte unter anderem das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (610), das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (600), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (530) und weitere Ressorts.

Zusätzliche Tabellen in der Antwort der Bundesregierung gehen auf die einzelnen Bildungsabschlüsse in den jeweiligen Ministerien ein. Für das Wehrressort ergeben sich folgende Angaben: Promotion (101), Diplom (648), Master (356), Bachelor (51), Fachschulabschluss ehemalige DDR (keine Angaben), Fachschulabschluss (11), Lehre/Berufsausbildung im dualen System (537, einschließlich Verwaltungsprüfung).


Kompakt                           

Das Statistische Bundesamt (Destatis) ist eine deutsche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums. Das Amt erhebt, sammelt und analysiert statistische Informationen zu Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Aktuell werden rund 390 Bundesstatistiken erstellt, deren Daten aus der Verwaltung kommen oder deren Angaben von Unternehmen, Haushalten oder digitalen Quellen bezogen werden.

Aktuelle Debatten und Entscheidungen werden mit belastbaren Daten, Analysen und der Expertise aus dem Statistischen Bundesamt getroffen und fließen in Gesetzgebungsverfahren und politische Entscheidungsprozesse ein. Das Bundesstatistikgesetz regelt dabei Aufgaben und die Durchführung statistischer Erhebungen nach den Grundsätzen der Neutralität, Objektivität und fachlichen Unabhängigkeit. Destatis hat drei Standorte: Wiesbaden (Hauptsitz), Bonn und Berlin.


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Unsere Symbolaufnahmen zeigen die beiden Dienstsitze des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin und Bonn – hier der Berliner Dienstsitz „Bendlerblock“ aus der Vogelperspektive am 12. Juli 2006 …
(Foto: Andrea Bienert/Bundeswehr)

Kleines Beitragsbild: … und die „Pyramide“ im Verteidigungsministerium auf der Bonner Hardthöhe, aufgenommen am 2. Juni 2009. Die Aufteilung auf zwei Dienstsitze des Verteidigungsministeriums beruht auf dem „Gesetz zur Umsetzung des Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 20. Juni 1991 zur Vollendung der Einheit Deutschlands“ („Berlin/Bonn-Gesetz“). In Bonn und Berlin arbeiten (Stichtag: 30. Juni 2023) für das Wehrressort etwa 1330 Beamte und 370 Arbeitnehmer.
(Foto: Marcus Rott/Bundeswehr)


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