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Berlin. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat wichtige Personalentscheidungen im Bereich der Spitzendienstposten der Bundeswehr getroffen. Generalleutnant Peter Schelzig, seit Mai 2013 Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, tritt am 30. September in den Ruhestand. Der 60 Jahre alte Luftwaffenoffizier war von 1998 bis 2001 Kommodore des Jagdbombergeschwaders 32, Lechfeld. In dieser Zeit war er im Jahr 1999 Kommodore des Einsatzgeschwaders 1 Piancenza (Italien) im Rahmen des Einsatzes „Allied Force“ im Kosovo. Von 2005 bis 2009 führte Schelzig als Kommandeur die 4. Luftwaffendivision, Aurich. Sein Nachfolger wird zum 1. Oktober Generalleutnant Markus Kneip. Der Heeresoffizier ist 59 Jahre alt.

Generalleutnant Kneip hat in seiner bisherigen 40-jährigen Dienstzeit zahlreiche herausragende Truppen- und Einsatzverwendungen durchlaufen. Unter anderem war er von 2008 bis 2012 Kommandeur der 1. Panzerdivision in Hannover und von 2011 bis 2012 Kommandeur des Deutschen Einsatzkontingents ISAF sowie Kommandeur des Regionalkommandos Nord in Mazar-e Sharif, Afghanistan.

Neuer Abteilungsleiter „Strategie und Einsatz“ im Bundesministerium der Verteidigung und damit Amtsnachfolger Kneips wird Generalmajor Dieter Warnecke (59 Jahre). Der Heeresoffizier war von 2005 bis 2008 Kommandeur der Luftlandebrigade 31 in Oldenburg und in diesem Rahmen 2007/2008 als Kommandeur des ISAF-Regionalkommandos Nord eingesetzt. Im Jahr 2013 war Warnecke Stellvertretender Kommandeur des ISAF Joint Command in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Als Abteilungsleiter „Einsatz“ im Kommando Streitkräftebasis in Bonn ist er derzeit für den gesamten Einsatzprozess der Streitkräftebasis verantwortlich.

Kommandeur der Schnellbootflottille und Stellvertreter des Marineinspekteurs

Vizeadmiral Heinrich Lange (60), seit August 2013 Abteilungsleiter „Führung Streitkräfte“ im Verteidigungsministerium, tritt nach mehr als 41 Jahren Dienstzeit am 30. September in den Ruhestand. Von 2004 bis 2005 war Lange Kommandeur der Schnellbootflottille in Rostock. 2006 führte er als Commander Task-Force 150 einen internationalen Schiffsverband im Rahmen der maritimen Operation „Enduring Freedom“. Von 2009 bis 2013 war er Stellvertreter des Inspekteurs der Marine.

Den Stuhl des Abteilungsleiters „Führung Streitkräfte“ besetzt ab 1. Oktober 2015 Generalmajor Eberhard Zorn (55). Zorn war von 2010 bis 2012 Kommandeur der Luftlandebrigade 26 in Saarlouis und ist derzeit Kommandeur der Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf. Der Offizier des deutschen Heeres arbeitete bereits von 2012 bis 2014 im Ministerium als Büroleiter des Generalinspekteurs der Bundeswehr.

Herausgehobener Dienstposten innerhalb der NATO-Kommandostruktur

Vizeadmiral Manfred Nielson (60), Inspekteur der Streitkräftebasis in Bonn, wird zum 1. April 2016 Deputy Supreme Allied Commander Transformation in Norfolk (Virginia, USA) und bereitet sich dazu ab dem 1. Oktober 2015 auf seinen neuen Dienstposten vor. Damit wird Nielson der Stellvertretende Kommandeur eines der beiden strategischen Hauptquartiere der NATO und verantwortlich für die Transformation und Weiterentwicklung der Allianz. Er übernimmt damit einen der führenden Dienstposten innerhalb der NATO-Kommandostruktur.

Sein Nachfolger wird zum 1. Oktober dieses Jahres Generalleutnant Martin Schelleis (55), derzeit Kommandierender General des Luftwaffentruppenkommandos in Köln-Wahn (siehe hier). Der Luftwaffenoffizier wird damit ab Herbst die mehr als 45.000 Soldaten und zivilen Mitarbeiter des im Jahr 2000 neu aufgestellten Bundeswehr-Dienstleistungsbereichs führen.

Bereits Ende Mai hatte Verteidigungsministerin von der Leyen bekannt gegeben, dass Generalinspekteur Volker Wieker (61) noch bis zum Sommer 2017 im Amt bleiben wird (wir berichteten).


Die beiden Aufnahmen zeigen:
1. Generalleutnant Markus Kneip (Mitte) während eines Fluges nach Mazar-e Sharif in Nordafghanistan. Neben ihm sitzt Brigadegeneral Dirk Backen. Das Bild entstand am 29. Juli 2011.
(Foto: Bundeswehr)

2. Vizeadmiral Manfred Nielson am 28. März 2012 bei der Übernahme des Kommandos über die Streitkräftebasis. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, übergibt dem Nachfolger von Vizeadmiral Wolfram Kühn (links) beim feierlichen Appell in der Berliner Julius-Leber-Kaserne die Truppenfahne.
(Foto: Sebastian Wilke/Bundeswehr)

Kleines Beitragsbild: Zapfenstreich der Bundeswehr im März 2012.
(Foto: Sebastian Wilke/Bundeswehr)


Kommentare

  1. Olaf Kahn | 12. Juli 2015 um 07:24

    Das Foto zeigt nicht VAdm Nielson sondern seinen Vorgänger Kühn.

  2. Jan Portugall | 13. Juli 2015 um 00:17

    Wenn ich mich nicht irre, zeigt Bild 2 den Vorgänger VA Manfred Nielsons, Herrn VA a.D. Wolfram Kühn.

    • Redaktion | 14. Juli 2015 um 01:51

      Oooooha! Da hat sich die Redaktion in der Tat einen „Fehlgriff geleistet“. Neues Bild ist eingestellt, Bildtext entsprechend geändert. Beruhigend zu wissen, dass unsere Onlinebeiträge aufmerksam und kritisch gelesen werden … Vielen Dank für den Hinweis!
      Christian Dewitz

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