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Potsdam. Antike, Frühe Neuzeit, die beiden Weltkriege, militärische Operationen im urbanen Umfeld, Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa – es ist wahrlich ein weitgespannter Themenbogen, den eine militärhistorische Veranstaltung der Universität Potsdam kommende Woche am 14. und 15. Oktober anbietet. An diesen beiden Tagen findet im Hörsaal 1.45/Audimax der Universität (Haus 8, Am Neuen Palais 10) das „Nachwuchskolloquium zur Militärgeschichte 2021“ statt. Auf dem Programm stehen insgesamt zehn Vorträge, die von Doktorandinnen und Doktoranden in vier Foren gehalten werden.

Gemeinsame Veranstalter des „Nachwuchskolloquiums“ sind das Koblenzer Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr – vertreten durch den Wissenschaftlichen Beirat des Förderpreises für Militärgeschichte und Militärtechnikgeschichte – und die Universität Potsdam.

Weitere Kooperationspartner sind außerdem der Arbeitskreis „Militärgeschichte“ (AKM), der Arbeitskreis „Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit“ (AMG) sowie das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw).

Die Veranstaltung, deren Konferenzsprachen Deutsch und Englisch sind, ist öffentlich zugänglich. Zwar ist die Anmeldefrist für Zuhörer offiziell bereits verstrichen, „Anmeldungen auf den letzten Drücker“ sind laut Universität Potsdam aber immer noch möglich (weitere Hinweise am Schluss).

Vier Themenforen – zehn militärhistorische Vorträge

Das Konferenzprogramm, das uns von der Universität Potsdam als Flyer übermittelt wurde, sieht folgendermaßen aus:


Donnerstag, 14. Oktober 2021

10:15 Uhr: Begrüßung durch Sönke Neitzel, Historiker und Professor für Militärgeschichte, Potsdam.

10:30 Uhr: PANEL I – Themenübergreifend Antike bis Frühe Neuzeit

Chair und Kommentator:
Matthias Asche, Professor für Allgemeine Geschichte der Frühen Neuzeit, Potsdam.

Kommentatoren:
Marian Füssel, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit, Göttingen.
Filippo Carlà-Uhink (per Videozuschaltung), Professor für Geschichte des Altertums, Potsdam.

Vorträge:

„[B]is alle mit der Wurzel ausgerottet waren“? Genozid und genozidale Rhetorik von Caesar bis zur Spätantike
Christina Kecht, Passau.

Man and Myth: The Marquis of Santa Cruz de Marcenado
Pelayo Fernández García, Versailles/Frankreich und Oviedo/Spanien.

Maritime Gewalten. Erfahrung, Darstellung und Bewältigung militärischer Gewalt auf See (1665 bis 1783)
Sarah von Hagen, Göttingen.

14:00 Uhr: PANEL II – Erster Weltkrieg

Chair und Kommentatorin:
Wencke Meteling (per Videozuschaltung), deutsche Historikerin unter anderem mit Forschungsschwerpunkt „Neue Kriegs- und Militärgeschichte“, Washington D.C./USA.

Vorträge:

„pervers“ – missbraucht – verurteilt. Homosexualität, sexuelle Gewalt unter Männern und deviante Männlichkeiten in den Armeen Österreich-Ungarns (1900 bis 1918)
Daniel Gunz, Wien/Österreich.

„On n’est en sécurité nulle part.“ Die Bombardierung französischer Städte abseits der Front während des Ersten Weltkrieges
David Hager, Amiens/Frankreich.

Eine transnationale Geschichte des Militärsanitätswesens? Das österreichisch-ungarische und das italienische Militärsanitätswesen an der Gebirgsfront im Ersten Weltkrieg
Kassian Lanz, Innsbruck/Österreich.


Freitag, 15. Oktober 2021

09:30 Uhr: PANEL III – Zweiter Weltkrieg

Chair und Kommentator:
Takuma Melber, deutscher Historiker und Japan-Experte (verfasste unter anderem ein Sachbuch über „Pearl Harbor“ und den Kriegseintritt der USA 1941), Heidelberg.

Vorträge:

A Contested Nation: The Philippines during the Japanese Occupation (1942 bis 1945)
Jason Ratcliffe, Tallahassee/USA.

From Battlefield Learning to Peacetime Innovation: The US Marine Corps and Close Air Support (1941 bis 1960)
Alexander Salt (per Videozuschaltung), Calgary/Kanada.

11:15 Uhr: PANEL IV – Post 1945

Chair und Kommentator:
Alaric Searle, Professor für moderne europäische Geschichte mit Forschungsschwerpunkten (unter anderem) „Geschichte der Zwischenkriegszeit“ und „Deutsche Geschichte nach 1945“, Salford/Großbritannien.

Vorträge:

Die Militärische Dimension der KSZE: Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen und das KSE-Mandat im Rahmen des Wiener Folgetreffens (1986 bis 1989)
Jonas Kaiser, Hildesheim.

City-shaping Conflict – Problems, Dilemmas and Risks of Urban Warfare Then and Now
Jonas Neugebauer, Potsdam.

Voraussichtliches Ende der Veranstaltung an der Universität Potsdam ist den Planungen der Organisatoren zufolge am Freitag um 13 Uhr.

Förderpreis für Militärgeschichte und Militärtechnikgeschichte

Am Donnerstagnachmittag um 16:30 Uhr schließt der erste Konferenztag im Audimax der Universität Potsdam mit der feierlichen Verleihung des Förderpreises für Militärgeschichte und Militärtechnikgeschichte. Der Förderpreis dient der Auszeichnung herausragender wissenschaftlicher Arbeiten und damit der Förderung junger wissenschaftlicher Talente in den benannten Wissenschaftsgebieten.

Als Preisgeld stehen über 20.000 Euro zur Verfügung. Preise werden den besten wissenschaftlichen Arbeiten (Diplom-, Masterarbeiten, Dissertationen, Habilitationsschriften und vergleichbare Untersuchungen) zuerkannt. Die Arbeiten müssen in deutscher oder englischer Sprache abgefasst und an Universitäten, Hochschulen oder Instituten in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Jahren 2019 bis 2021 fertiggestellt beziehungsweise eingereicht worden sein.

Grußworte kommen von Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, und Gert Nultsch, Vizepräsident des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.


Randnotiz                                  

Wer das „Nachwuchskolloquium zur Militärgeschichte“ an der Universität Potsdam als Zuhörer verfolgen und sich anmelden will, kann dies immer noch tun. Anmeldung (und weitere Informationen) bei/über:

Johannes R. Fischbach
Studentischer Mitarbeiter
am Lehrstuhl für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt
Universität Potsdam
Historisches Institut
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
(Raum 1.11.1.06)

Telefon:
+49 (0) 331 977-4945
E-Mail:
fischbach@uni-potsdam.de

Angaben ohne Gewähr!


Unser Bild zeigt unter anderem das Titelblatt des Programmflyers zur Veranstaltung „Nachwuchskolloquium zur Militärgeschichte“ der Universität Potsdam.
(Bild: Universität Potsdam; Bildmontage: mediakompakt)

Symbolbild „Universität Potsdam“
(Foto: nr)


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