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Koblenz. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) unterzeichnete vor Kurzem einen Vertrag zur Ausstattung des zukünftigen Multifunktionsgebäudes des Bundeswehrzentralkrankenhauses in Koblenz. Eingebettet in die eigentliche Infrastrukturmaßnahme, den Neubau des Gebäudekomplexes, soll dieses Vertragswerk für die Ausstattung der Einrichtung mit modernster Medizintechnik sorgen.

Das Multifunktionsgebäude befindet sich derzeit noch in der Bauphase und ist vergleichbar mit einem nahezu vollständigen Krankenhausneubau, ausgenommen der Bettenstationen. Neben mehreren OP-Sälen, zwei Intensivstationen, einer Radiologie und drei Ambulanzen müssen auch einige Spezial-Stationen wie Stroke- und Chest-Pain-Units plus eine Apotheke und eine Pathologie mit modernstem medizinischem Gerät und Mobiliar eingerichtet werden.

Das Multifunktionsgebäude des Bundeswehrzentralkrankenhauses soll dem Sanitätsdienst der Bundeswehr bis voraussichtlich 2028 voll ausgestattet zur Verfügung stehen.

Das älteste und gleichzeitig größte Krankenhaus der Bundeswehr

Der Grundstein für das neue Operations- und Funktionsgebäude im Bundeswehrzentralkrankenhaus war am 13. September 2022 gelegt worden. An dem Festakt hatten neben dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Thomas Hitschler zahlreiche Vertreter aus den Bereich Politik und Streitkräfte teilgenommen.

Das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, in den Jahren 1952 bis 1955 als „André-Curtillat-Lazaret“ erbaut und betrieben, ist das älteste und gleichzeitig größte Krankenhaus der Bundeswehr. Seine medizinischen Schwerpunkte liegen in der traumatologischen Notfallversorgung, der Neurotraumatologie und in der interdisziplinären Gefäßmedizin und Herzchirurgie. Außerdem beinhaltet es ein Kopf-Zentrum sowie ein onkologisches Zentrum.

Seit 2006 ist das Bundeswehrzentralkrankenhaus eines von fünf notfallmedizinischen Zentren des Landes Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus ist es Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Mainz. Die Fachkräfte in Koblenz behandeln Soldaten und zivile Patienten.

Der Kommandeur und Ärztliche Direktor der Einrichtung, Generalarzt Dr. Jens Diehm, hatte bei der Grundsteinlegung im September 2022 auf die bisherigen rund vier Jahrzehnte der Nutzung hingewiesen und erklärt: „Mit den Baumaßnahmen und Modernisierungen der nächsten Jahre wird sowohl der Weiterentwicklung der Medizin als auch unserem Versorgungsauftrag – regional wie auch überregional, zivil wie auch militärisch – Rechnung getragen. [Die geplanten Maßnahmen] gewährleisten die fortlaufende Anpassung an den medizinischen Fortschritt und die Erfüllung der neuesten gesetzlichen Vorgaben.“

Millionenschweres Großprojekt mit zwei Bauabschnitten

Seit der Zielausbauplanung für das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz im Jahr 2014 wird der Modernisierungsprozess kontinuierlich beschritten – und zwar bei gleichzeitig laufendem medizinischem Betrieb. Das millionenschwere Großprojekt wurde in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der Neubau des Operations- und Multifunktionsgebäudes als „Herzstück“ des Krankenhauses ist Teil des ersten Bauabschnitts, der 2018 begann und bis 2027 fertiggestellt werden soll. Bereits vor der Grundsteinlegung hatte man verschiedenste Rück- und Ersatzbaumaßnahmen realisieren müssen.

Den Energiebedarf des neuen, hochtechnisierten Gebäudes und der Liegenschaft insgesamt wird einmal eine sich ebenfalls bereits im Bau befindliche neue Energiezentrale decken. Diese soll voraussichtlich 2025 in Betrieb gehen und damit die alte Energiezentrale ablösen.

Die Gesamtkosten des ersten Bauabschnittes belaufen sich den Angaben des BAAINBw zufolge auf rund 221 Millionen Euro für Infrastruktur und weitere 85 Millionen Euro für medizinisches Gerät.


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Zu unserer Bildsequenz:
1. Das Multifunktionsgebäude des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz befindet sich derzeit noch in der Bauphase und ist vergleichbar mit einem nahezu vollständigen Krankenhausneubau, ausgenommen der Bettenstationen. Das neue Funktionsgebäude mit Operationssälen umfasst künftig auf einer rund 48.540 m² großen Brutto-Geschossfläche einen Highcare-Bereich, die Notfallmedizin, drei Ambulanz-Module mit sieben Fachabteilungen, die Radiologie, eine Apotheke sowie die Pathologie und Zentrale Sterilisation. Auf dem Dach des Gebäudes entsteht ein neuer Hubschrauberlandeplatz mit kurzer Anbindung an die einzelnen Stationen.
(Computerdarstellung: Planungsgesellschaft mbh)

2. Vertragsschluss im Beschaffungsamt in Koblenz. Links Jan Gesau, Erster Direktor des BAAINBw und Abteilungsleiter „Land-Unterstützung“. Mit auf dem Bild Angehörige des Projektreferats des Amtes sowie Vertreter des mit der Ausstattung des neuen Multifunktionsgebäudes beauftragten Unternehmens.
(Foto: Dirk Bannert/Bundeswehr)

3. Grundsteinlegung für das künftige Operations- und Funktionsgebäude der Koblenzer Sanitätseinrichtung am 13. September 2022: Feierlich betteten (von links) Staatssekretär Thomas Hitschler, Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps, Oberbürgermeister David Langner und Generalarzt Dr. Jens Diehm eine Zeitkapsel in die Grundmauern des Neubaus ein.
(Foto: Andreas Weidner/Sanitätsdienst der Bundeswehr)


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