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Rheine. Der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr will am nordrhein-westfälischen Standort Rheine ein neues Sanitätsregiment aufstellen. Dies gab das Presse- und Informationszentrum des Organisationsbereichs am gestrigen Montag (1. Juli) bekannt. Begründet wird diese Stationierungsentscheidung in der Presseerklärung mit einem „erhöhten Personalbedarf unter anderem für die Landes- und Bündnisverteidigung“. Der neue Verband soll die Bezeichnung „Sanitätsregiment 4“ erhalten.

Wie das Presse- und Informationszentrum Sanitätsdienst weiter mitteilte, wird „ein Führungsbereich des Sanitätsregiments mit zwei Einsatzkompanien sowie einer Sanitätsausbildungskompanie zur Durchführung der allgemeinen Grundausbildung“ entstehen. Zum Auftrag des künftigen Verbandes in Rheine heißt es im Pressetext weiter: „Das Sanitätsregiment 4 wird die Unterstützung für zukünftige Übungsvorhaben der Truppe und Verpflichtungen im Rahmen der Bündnisverteidigung gewährleisten.“

Mit den neuen Kompanien wird der Standort Rheine, einst eine der größten Garnisonsstädte Deutschlands, bis voraussichtlich Mitte 2020 von derzeit 120 auf etwa 350 Soldaten aufwachsen.

Stationierung des Verbandes in der Theodor-Blank-Kaserne ab April 2020?

Nachdem 2017 die Heeresflieger den Standort verlassen hatten, stand das Gelände der Theodor-Blank-Kaserne in Rheine-Bentlage fast vollständig leer. Im Mai 2018 wurde bekannt, dass das Bundesministerium der Verteidigungsministerium eine Reaktivierung des Areals prüft.

Rheines Bürgermeister Peter Lüttmann hatte damals die Entscheidung mit den Worten begrüßt: „Für den Standort Rheine eine sehr gute Nachricht!“ Lüttmann konnte auch bekanntgeben, dass den ministeriellen Planungen zufolge „offenbar die Unterbringung von Organisationselementen des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr vorgesehen“ sei.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, zu dessen Wahlkreis auch Rheine gehört, teilte am vergangenen Freitag (28. Juni) in seiner Eigenschaft als Bundestagsabgeordneter in einem Pressestatement mit, dass das neue Sanitätsregiment das Kasernengelände in Rheine-Bentlage ab April 2020 beziehen werde.


Kompakt                                  

Der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr verfügt im Augenblick über drei Sanitätsregimenter. Sie entstanden im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr.

Das Sanitätsregiment 1 entstand aus dem Sanitätsregiment 32 in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) und dem Lazarettregiment 31 „Berlin“. Die mehr als 1000 Regimentsangehörigen sind mit dem Regimentsstab und Teilen in der Sachsen-Anhalt-Kaserne in Weißenfels und mit dem Führungsbereich des Regiments sowie mit dem Ausbildungs- und Simulationszentrum in der Blücher-Kaserne in Berlin-Kladow stationiert.

Das Sanitätsregiment 2 ist mit seinen 900 Angehörigen in Rheinland-Pfalz stationiert – zum einen in der Alsberg-Kaserne in Rennerod, zum anderen in der Falckenstein-Kaserne in Koblenz. In Rennerod befindet sich die Regimentsführung, hinzu kommen sechs Kompanien. In Koblenz sind der Führungsbereich, fünf Kompanien sowie das Ausbildungs- und Simulationszentrum des Regiments beheimatet.

Das Sanitätsregiment 3 wurde am 17. November 2014 als erstes der drei Einsatzregimenter in Dienst gestellt. Zu großen Teilen ging es aus dem Lazarettregiment 41 und dem Gebirgssanitätsregiment 42 hervor. Das Sanitätsregiment 3 ist nur an einem Standort stationiert, und zwar in der Rommel-Kaserne im baden-württembergischen Dornstadt. Der in der Zielstruktur 2020 des Zentralen Sanitätsdienstes etwa 800 Soldaten umfassende Einsatzverband besteht aus einem Ausbildungs- und Simulationszentrum sowie neun Kompanien. Geführt wird durch den Regimentsstab (Regimentsführung, Stabsabteilungsleiter und Stabszug).


Unser Bild zeigt die Kaserneneinfahrt der Theodor-Blank-Kaserne in Rheine-Bentlage.
(Foto: Patrizia Siotkowski/Presse- und Informationszentrum Sanitätsdienst)


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