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Berlin/Düsseldorf. Die Bundeswehr hat im Bereich des freiwilligen Wehrdienstes mit einer „Abbrecherquote“ von etwa einem Viertel zu kämpfen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hält die Zahl der Männer und Frauen, die diesen Dienst frühzeitig wieder quittieren, einfach für inakzeptabel. Gegenüber der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post (Dienstagausgabe) sagte sie: „Die hoch motivierten jungen Leuten wollen bei der Bundeswehr gefordert werden. Da müssen wir uns als Arbeitgeber noch mehr anstrengen.“

Zufrieden zeigte sich die Ministerin mit den Weiterverpflichtungszahlen nach dem Freiwilligendienst. „Gute 20 Prozent verpflichten sich nach dem Freiwilligendienst als Zeit- oder Berufssoldat – das ist ein hoher Wert“, so von der Leyen.

Die allgemeine Entwicklung kommentierte sie so: „Die Bewerberzahlen sind relativ konstant, obwohl die Jahrgänge kleiner werden. Das ist gut. Wir verzeichnen Zunahmen beim Frauenanteil, bei den freiwillig Wehrdienstleistenden, aber auch bei besonders gesuchten Fachkräftegruppen. Es hilft, dass das Ansehen der Bundeswehr als Arbeitgeber generell gestiegen ist.“

Jeder sechste Bundeswehrangehörige hat einen Migrationshintergrund

Von der Leyen äußerte sich auch zum Thema „Bundeswehr – Spiegel der Gesellschaft“. Hier müssten noch mehr Anstrengungen unternommen werden, wenngleich es bereits Fortschritte gebe. Ihren Angaben zufolge hat inzwischen jeder Sechste in der Bundeswehr einen Migrationshintergrund. Zudem gebe es „9000 Menschen mit Behinderung“ in den Streitkräften.

Unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen der Soldaten würden auch in den weltweiten Einsätzen helfen, wo sich die Bundeswehr auf andere Kulturen einstellen und sensibel mit den unterschiedlichsten Gruppen umgehen müsse, erklärte die Verteidigungsministerin mit Blick auf die zahlreichen aktuellen Auslandsmissionen der Bundeswehr.


Unser Bildmaterial stammt vom „Tag der Bundeswehr“ am 11. Juni 2016 in Koblenz. Auch hier in der Falckenstein-Kaserne präsentierte sich die Truppe mit dem Schwerpunktthema „WIR im Einsatz. WIR als Arbeitgeber. WIR vor Ort.“
(Fotos: Christian Dewitz)


Kommentare

  1. Oliver | 20. Juli 2016 um 20:11

    Tatsächlich spricht von der Leyen von „Wir haben 9000 Menschen mit Behinderung in der Bundeswehr“. Sie spricht nicht nur von den Streitkräften. Die Streitkräfte sind nur ein Teil der Bundeswehr, wenn auch der Größere.

    Ohne genaue Zahlen zu haben, würde ich mal vermuten, dass der überwiegende Teil der Menschen mit Behinderung nicht in den Uniformträgerbereichen (und damit in den Streitkräften) zu finden ist.

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