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Liebe Leserin, lieber Leser,
Freunde des bundeswehr-journal!

Das Bundesministerium der Verteidigung geht davon aus, dass rund zehn Millionen Menschen in Deutschland nach Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen dazu berechtigt sind, das neue Veteranenabzeichen zu beantragen. Die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte mit ihrem Tagesbefehl zum Veteranenbegriff vom 26. November 2018 den Weg für die Verleihung geebnet. Am 15. Juni 2019 in Faßberg zum „Tag der Bundeswehr“ hatte sie persönlich erstmals aktiven und ehemaligen Soldaten das Veteranenabzeichen ausgehändigt.

Veteranen der Bundeswehr sind alle, die Deutschland gedient haben und ehrenhaft aus ihrem Dienstverhältnis ausgeschieden sind. Das Veteranenabzeichen – so erklärt das Verteidigungsministerium – stellt die Werte in den Vordergrund, die alle Bundeswehrangehörigen verbinden: „Gemeinschaft, Kameradschaft und Pflichterfüllung im treuen Dienst an der Gesellschaft“.

Das Abzeichen darf nicht an der Uniform getragen werden, es soll vielmehr die Veteranen in der Öffentlichkeit repräsentieren und darf nur an der Zivilkleidung angebracht werden. Auch aktive Soldaten können das Abzeichen bereits während ihrer Dienstzeit beantragen.

Wir berichteten in der Vergangenheit schon mehrfach über die neue Auszeichnung (siehe hier). In unserem Kommentarbereich erreichten uns dazu schließlich etliche Hinweise verärgerter Leser, die einen Antrag auf Zusendung des Veteranenabzeichens gestellt hatten, teilweise aber immer noch auf Post von der Bundeswehr warten.

Wir haben uns direkt bei der zuständigen Stelle nach den Ursachen für die zögerliche Auslieferung erkundigt und von einem Sprecher in Köln folgende Auskunft, für die wir uns bedanken dürfen, erhalten:

„Bei der für die Bearbeitung zuständigen Stelle sind mit Stand 31. Dezember 2019 rund 35.700 Anträge auf Ausstellung des Veteranenabzeichens eingegangen. Aktuell sind bis zu zehn Mitarbeiter – teils hauptamtlich teils nebenamtlich – mit Aufgaben rund um die Bearbeitung der Anträge und deren prozessualen Abwicklung befasst. Aufgrund dieses hohen Antragsaufkommens sowie logistischen Erfordernissen und Herausforderungen, können vereinzelt Wartezeiten von bis zu vier Monaten entstehen. Derzeit liegen etwa 11.000 nicht abschließend bearbeitete Anträge vor. Es sind jedoch intern bereits Maßnahmen getroffen worden, die sowohl die Prüfung der Anträge sowie letztlich den Versand der Abzeichen erheblich beschleunigen und die Wartezeit deutlich reduzieren werden. Die flächendeckende Aushändigung wird dennoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“

Gut zu wissen, mit welcher Antragsflut die Bearbeiter zu kämpfen habe. Das dürfte den Unmut bei jenen Antragsstellern, die schon lange auf ihr ganz persönliches Veteranenabzeichen warten, sicherlich mildern.

Ihr
Christian Dewitz
(Herausgeber)


Die Aufnahme zeigt das Veteranenabzeichen der Bundeswehr. Aber aufgepasst: Auch wenn das Foto suggeriert, das Abzeichen dürfe ebenfalls an der Uniform getragen werden, dies stimmt nicht. Die Auszeichnung ist nur für die Zivilkleidung bestimmt!
(Bild: nr)


Kommentare

  1. Oliver | 11. Januar 2020 um 10:57

    Was wohl passiert wäre, wenn statt 35.000 Anträgen 350.000 Anträge eingegangen wären? Auch nicht so unwahrscheinlich bei zehn Millionen Berechtigten. Wartezeit von vier Jahre?

    • Jürgen | 26. Februar 2020 um 21:06

      Die Frage ist berechtigt, ich habe Anfang August 2019 den Antrag per Mail verschickt.

  2. Dr.-Ing. U. Hensgen | 12. Januar 2020 um 14:07

    Die Bearbeitungszeiten scheinen – aus welchen Gründen auch immer – sehr stark zu schwanken. Ich hatte mein Veteranenabzeichen nach sieben Wochen. In meinem Bekannten- und Freundeskreis war die kürzeste Bearbeitungszeit sieben Tage, die längste drei Monate.

    Irritierend ist für mich die relativ niedrige Zahl der Anträge.

    Das Tragen der gelben Schleife und des Veteranenabzeichens soll die Solidarität der Zivilbevölkerung, beziehungsweise der ehemaligen Soldaten mit den aktiven Kameraden und der Bundeswehr bekunden. Weshalb sieht man aber so wenige Mitbürger mit gelber Schleife oder Veteranenabzeichen am Revers? Ist es nur Desinteresse oder mangelnde Zivilcourage?

    Ich glaube nicht. Denn dagegen sprechen die erfreulich hohen Besucherzahlen etwa am „Tag der Bundeswehr“. Die Abzeichen werden so wenig getragen, weil sie zu unbekannt sind. So wurde ich schon zweimal angesprochen, ob ich die Unabhängigkeitsbewegung der Katalanen unterstütze, weil ich die gelbe Schleife trug.

    An jedem Stand der Bundeswehr und bei jeder Veranstaltung der Bundeswehr sollte es Plakate geben, auf denen ersichtlich ist, was die gelbe Schleife und das Veteranenabzeichen bedeuten – verknüpft mit der Aufforderung oder Bitte sie auch zu tragen. Ergänzend sollten unbedingt an den Ständen genügend Schleifen und Antragsformulare für das Veteranenabzeichen vorrätig sein. Mit dieser einfachen und günstigen Werbemaßnahme könnten das Interesse und die Solidaritätsbekundungen der Zivilbevölkerung gegenüber der Bundeswehr deutlich verbessert werden.

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