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Berlin. Erbärmlich geht so: Zu zweit angreifen, hinterrücks und heimtückisch, und türmen soweit die Füße tragen! So geschehen am gestrigen Montag (2. September) in Berlin-Neukölln in der Saalestraße. Dort attackierten laut Polizeimeldung und Presseberichten am Morgen zwei Unbekannte einen türkischstämmigen Bundeswehrsoldaten in Uniform und verletzten den Mann.

Wie die Berliner Polizei mitteilte, war der 25-jährige Obergefreite in Dienstuniform gegen 9:20 Uhr auf der Saalestraße unterwegs. Dabei habe er hinter sich ein Geräusch gehört, sich umgedreht und zwei Männer gesehen, die ihm offensichtlich folgten. Weiter heißt es in der Polizeimeldung: „Kurz darauf griffen die beiden Unbekannten den Soldaten hinterrücks an und schlugen und traten auf ihn ein. Kurz bevor sie flüchteten, sprach ihm einer der Angreifer lautstark das Recht ab, die Uniform eines Soldaten tragen zu dürfen.“

Eine Polizeisprecherin erklärte später gegenüber der Berliner Boulevardzeitung B.Z., die Angreifer hätten gepöbelt, dass „nur Deutsche das Recht hätten, diese Uniform tragen zu dürfen“.

Respekt, Anerkennung und die Solidarität der Gesellschaft

Das Opfer des Übergriffs erlitt durch den Tritt eines Angreifers eine Beinverletzung, weshalb er den Tatverdächtigen nicht hatte verfolgen können. Eine sofort eingeleitete Personenfahndung blieb erfolglos. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten den Verletzten in ein Krankenhaus.

Nach Auskunft der Polizei hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen aufgenommen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer äußerte sich am Montagabend zu dem Vorfall, das Ministerium verbreitete die Botschaft der CDU-Bundesvorsitzenden auf Twitter: „Ich verurteile jeden Übergriff auf Soldatinnen und Soldaten. Sie dienen Deutschland und verdienen Respekt, Anerkennung und die Solidarität der Gesellschaft.“


Unser Symbolbild zeigt das Blaulicht eines Polizeifahrzeugs.
(Foto: Patrick Pleul/news aktuell GmbH)


Kommentare

  1. Dr.-Ing. U. Hensgen | 3. September 2019 um 11:19

    Wenn jemand Soldat ist, ist es gleichgültig, welches Geschlecht oder welche Hautfarbe er hat. Genauso gleichgültig ist seine Herkunft oder die seiner Eltern. Er darf und soll auch Uniform tragen. Die Angreifer haben vermutlich nicht gedient. Auf jeden Fall können sie mit dem Begriff Kameradschaft nichts anfangen!

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