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Berlin. Am kommenden Dienstag wird es an sechs verschiedenen Orten in Deutschland öffentliche Gelöbnisse der Truppe geben, so unter anderem vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Dieser 12. November ist zugleich der 64. Gründungstag der Bundeswehr. „Das Gelöbnis am Geburtstag unserer Bundeswehr vor dem Bundestag ist ein großartiges und starkes Symbol für die Verankerung unserer Streitkräfte und ihrer Menschen in der Gesellschaft“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hatte zuvor einer persönlichen Anfrage der Ministerin entsprochen und damit die Veranstaltung in der Hauptstadt möglich gemacht.

Das öffentliche Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude zeige gleichzeitig die enge Verbundenheit der Parlamentsarmee Bundeswehr mit den Abgeordneten, so Kramp-Karrenbauer weiter. Sie freue sich besonders, dass man Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble als Festredner für diesen feierlichen Anlass habe gewinnen können.

Die CDU-Politikerin hatte bereits zu ihrem Amtsantritt vorgeschlagen, den Jahrestag der Bundeswehr mit einer Reihe öffentlicher Gelöbnisse zu feiern. In ihrer Regierungserklärung vom 24. Juli hatte Kramp-Karrenbauer argumentiert: „Unsere Soldatinnen und Soldaten kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Deshalb gehört die Bundeswehr erkennbar und sichtbar in die Mitte unserer Gesellschaft, in die Mitte unserer Städte und Gemeinden.“ Gelöbnisse und Vereidigungen in der Öffentlichkeit seien deshalb auch ein starkes Signal und ein starkes Zeichen der Anerkennung für die Bundeswehrangehörigen.

Deutschlandweit etwa 150 Gelöbnisse jährlich

Die Bundeswehr war am 12. November 1955 gegründet worden. Gelöbnisse in der heutigen Form gibt es seit 1956 – nach Angaben des Deutschen Bundeswehr-Verbands rund 150 pro Jahr.

Über die am 12. November dieses Jahres geplanten Veranstaltungen hatte sich im September die Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz (Die Linke) erkundigt, knapp einen Monat später auch noch einmal Tobias Pflüger (ebenfalls Die Linke).

Peter Tauber, Parlamentarischer Staatssekretär, beantwortete beide Anfragen. So teilte er am 23. Oktober mit: „Absicht der Bundesministerin der Verteidigung ist es, die Sichtbarkeit der Bundeswehr in der Gesellschaft zu erhöhen. […] In Verantwortung der Landeskommandos Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein sowie des Kommandos Territoriale Aufgaben (Berlin) sind daher am 12. November 2019 sechs öffentliche Gelöbnisse geplant.“

Taubers Angaben zufolge werden diese Gelöbnisse in Berlin vor dem Reichstagsgebäude (ab 11:30 Uhr), in Stralsund auf dem Alten Markt (ab 11:30 Uhr), in Rotenburg/Wümme auf dem Pferdemarkt (ab 12:30 Uhr), in Mainz auf der Zitadelle (ab 17 Uhr), in Freyburg auf dem Schützenplatz (ab 14 Uhr) sowie in Plön auf dem Schlosshof (ab 16:30 Uhr) stattfinden.


Die Aufnahme zeigt die Vereidigung am 22. Februar 2018 vor der Marineunteroffizierschule in Plön, Schleswig-Holstein.
(Foto: Björn Wilke/Bundeswehr)

Kleines Beitragsbild: Am 20. Juli 2011, dem 67. Jahrestag des Attentats auf Hitler, legten rund 470 Soldaten in Berlin vor dem Reichstagsgebäude bei einem feierlichen Appell ihr Gelöbnis ab.
(Foto: Sebastian Wilke/Bundeswehr)


Kommentare

  1. Dr.-Ing. U. Hensgen | 11. November 2019 um 11:01

    Sehr gut! So soll es sein!

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