menu +

Nachrichten



Berlin. Aktuelles Zahlenmaterial zur Personalstruktur der Bundeswehr erbrachte vor Kurzem eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann. Dieser wollte zum einen wissen, inwieweit die Dienstposten und der Ausbildungsumfang für Offiziere und Unteroffiziere mit Portepee der Bundeswehr mit Planstellen im Haushalt hinterlegt sind. Zum anderen fragte er auch nach den durchschnittlichen Wartezeiten von Dienstgraden im Hinblick auf ihre Beförderung.

In seiner Antwort vom 14. September wies der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung Peter Tauber zunächst noch einmal darauf hin, dass Planstellen nach haushaltsrechtlichen Grundsätzen regelmäßig nur zur Abdeckung von Dienstposten zur Verfügung stehen. Ergänzend zum Umfang der nach der Bundeswehr-Strukturplanung vorgesehenen Dienstposten würden für den Bereich der Soldaten auch Planstellen für den strukturell vorgesehenen Ausbildungsumfang ausgebracht.

Nach dem Dotierungsgefüge des aktuellen militärischen Personalstrukturplans (PSPm) 2018 beträgt momentan die Sollstärke bei den Unteroffizieren mit Portepee – einschließlich der Offizieranwärter in den Dienstgraden Fähnrich und Oberfähnrich – laut Tauber 60.142 Soldaten. Dem stünden 63.424 Planstellen gegenüber (Verhältnis demnach rund 105 Prozent).

Planstellenunterdeckung im Bereich der Stabsoffiziere

Die Sollstärke bei den Offizieren beträgt Tauber zufolge im Jahr 2018 insgesamt 36.380 Soldaten. Zur Wahrnehmung von Daueraufgaben und für die Ausbildung hätte man hier 37.704 Planstellen eingerichtet (Verhältnis rund 104 Prozent).

Nach den Angaben des Staatssekretärs verteilen sich die Sollstärken und Planstellen im Bereich der Bundeswehroffiziere aktuell wie folgt:
Generale > Sollstärke 196/Planstellen 197/Verhältnis 100,5 Prozent;
Stabsoffiziere > Sollstärke 13.889/Planstellen 13.535/Verhältnis 97,5 Prozent;
Hauptleute > Sollstärke 11.877/Planstellen 12.517/ Verhältnis 105,4 Prozent;
Leutnante > Sollstärke 10.418/Planstellen 11.455/ Verhältnis 110,0 Prozent.

Durchschnittliche Wartezeiten auf die nächste Beförderung

Zum Thema „Beförderungs- und Einweisungslage der Offiziere und Unteroffiziere mit Portepee“ erkundigte sich AfD-Bundestagsabgeordneter Hohmann: „Welche durchschnittliche Wartezeit haben Offiziere und Unteroffiziere mit Portepee der Bundeswehr in den jeweiligen Rand- (Dienstgrade) beziehungsweise Besoldungsstufen (beispielsweise A 14 zu A 15), in denen sie bereits Dienst tun, bis sie in die Besoldungsstufe eingewiesen beziehungsweise in den Dienstgrad befördert werden?“

Wie die Angaben von Staatssekretär Tauber zeigen, reicht die durchschnittliche Wartezeit von einem Monat bis hin zu 23 Monaten. Unsere Infografik gibt Ihnen eine Übersicht über die derzeitige Beförderungslage in kritischen Besoldungsgruppen (bei nicht in der Übersicht aufgeführten Besoldungsgruppen gab es laut Regierungsauskunft keinerlei Wartezeiten; Stand der Angaben ist Juni 2018).


Zu unserem Bildmaterial:
1. Das Symbolfoto zeigt einen Appell am 2. Juli 2008 im Offizieranwärterbataillon 1 im niedersächsischen Munster.
(Foto: Goubin/Wikipedia/unter Lizenz CC BY-SA 3.0 – vollständiger Lizenztext: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)

2. Das Hintergrundbild für unsere Infografik wurde am 20. Juli 2015 beim Feierlichen Gelöbnis junger Rekruten auf dem Paradeplatz des Verteidigungsministeriums in Berlin gemacht.
(Foto: Jane Hannemann/Bundeswehr; Infografik © Christian Dewitz/mediakompakt 10.18)


Kommentare

  1. Kemper | 10. Oktober 2018 um 05:02

    Dann muss ich aber was ganz falsch machen – gemäß Tabelle wäre ich nach 17 Monaten befördert worden. Jetzt warte ich aber schon 26 Monate, mit Aussicht auf noch längere Wartezeit?! …

Kommentieren

Bitte beantworten Sie die Frage. Dies ist ein Schutz der Seite vor ungewollten Spam-Beiträgen. Vielen Dank *

OBEN