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Klais/Berlin. Am 7. und 8. Juni fand im oberbayerischen Schloss Elmau nahe der Ortschaft Klais der G7-Weltwirtschaftsgipfel statt. Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten – Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, die USA und Gastgeber Deutschland – bekannten sich bei ihrem Treffen zu dem Ziel, die Treibhausgase bis 2050 im Vergleich zum Jahr 2010 um 40 bis 70 Prozent zu reduzieren. Begrenzt werden soll auch der globale Anstieg der Temperatur auf maximal 2 Grad, ein Limit, das bereits in Kopenhagen (2009) und in Cancun (2010) im Rahmen der Weltklimakonferenz beschlossen worden ist. Die Linke kritisiert jetzt vehement das Gipfeltreffen in Oberbayern als eine „undemokratische, teure und umweltschädliche Merkel-Show“.

Die Flugeinsätze von Bundespolizei, Bundeswehr und Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung beim G7-Gipfel haben insgesamt rund 4,5 Millionen Euro gekostet. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die nun die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet.

Demnach hätten Bundespolizei und Bundeswehr außerdem bei den Flügen einen CO2-Ausstoß von knapp 700 Tonnen zu verantworten, beklagen die Linken.

Bundeswehr mit Hubschraubern und Business-Jets im Einsatz

„Den G7-Gipfel in einem Luxusschloss in den bayerischen Alpen abzuhalten, war eine undemokratische, teure und umweltschädliche Merkel-Show“, rügt die energie- und klimapolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Eva Bulling-Schröter, in der gestrigen Ausgabe (5. August) der Rheinischen Post.

36 Hubschrauber von der Bundespolizei, neun schwere Hubschrauber sowie drei Business-Jets der Luftwaffe seien mehr als 14 Flugtage in der Luft gewesen, hätten mehr als 200.000 Liter Treibstoff verbrannt und die Ruhe der Anwohner über Tage beeinträchtigt, so die Bundestagsabgeordnete. „Für ein Treffen von sieben Staatschefs, das 28 Stunden dauert, ein mehr als bedenkliches Missverhältnis und massive Geldverschwendung“, sagte Bulling-Schröter, die Mitglied im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie ist, der Rheinischen Post.

In seiner Antwort auf die Anfrage der Linken weist das Kanzleramt darauf hin, dass die Bundesregierung erfolgreich „sichere und ungestörte Beratungen in Elmau samt der Berichterstattung darüber und den Schutz der Bevölkerung sowie deren Recht auf Versammlungsfreiheit“ habe gewährleisten können.


Zur Bildsequenz „G7-Gipfel Elmau 2015“:
1. Schloss Elmau am 7. Juni 2015 vor Alpenpanorama.
(Foto: Michael Gottschalk/Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

2. Die Staats- und Regierungschefs der G7 auf dem Weg zum Familienfoto. Zu sehen sind (ohne Zuordnung): François Hollande (Frankreich), David Cameron (Großbritannien), Matteo Renzi (Italien), Shinzō Abe (Japan), Stephen Harper (Kanada), Barack Obama (Vereinigte Staaten), Jean-Claude Juncker (EU-Kommissionspräsident), Donald Tusk (EU-Ratspräsident) und Bundeskanzlerin Angela Merkel.
(Foto: Michael Gottschalk/Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

3. Die Fahnen der G7-Nationen und die Fahne der Europäischen Union vor Schloss Elmau.
(Foto: Michael Gottschalk/Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

Kleines Beitragsbild: Schloss Elmau am 7. Juni 2015.
(Foto: Jesco Denzel/Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)


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